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Mandat

Der RatSWD berät Wissenschaft und Politik, erstellt Stellungnahmen und Handlungsempfehlungen und behält rechtliche und technische Entwicklungen im Blick.

Aufgaben

Er ist ein institutionalisiertes Forum des Austausches und des Dialoges zwischen Wissenschaft und Datenproduktion über die Verbesserung des Zugangs zu qualitativ hochwertigen und wissenschaftlich interessanten Daten. Diese stammen aus den Tätigkeitsbereichen von staatlichen, wissenschaftsgetragenen und privatwirtschaftlichen Akteure.

Empfehlungen zur Weiterentwicklung der Dateninfrastruktur

  • Empfehlungen zur Sicherung und weiteren Verbesserung des Datenzugangs, insbesondere durch Einrichtung, Standardsetzung und kontinuierliche Evaluation von Forschungsdatenzentren und Datenservicezentren
  • Empfehlungen zur Verbesserung der Datennutzung durch geeignete Dokumentation und Bereitstellung wissenschaftlicher und statistischer Daten (Forschungsdatenportal; Metadaten)
  • Empfehlungen zu Forschungsthemen und –aufgaben, welche die konzeptionelle Weiterentwicklung der Dateninfrastrukturen auf nationaler, europäischer und internationaler Ebene betreffen
  • Empfehlungen, wie die Produktion und Bereitstellung von forschungsrelevanten Daten effizienter gestaltet werden kann

Beratung von Wissenschaft und Politik

  • Beratung des für Forschung zuständigen Bundesministeriums und der Landesregierungen entsprechend bei der Weiterentwicklung der wissenschaftsgetragenen Dateninfrastruktur
  • Beratung öffentlicher und privater Datenproduzierender
  • Beratung von Datenproduzierenden zur Anerkennung von wissenschaftlichen Forschungseinrichtungen (Zertifizierung), bei denen die Zugehörigkeit zur unabhängigen Wissenschaft nicht institutionell gegeben ist

Bestandsaufnahme rechtlicher und technischer Entwicklungen

  • Bestandsaufnahme der nationalen und rechtlichen Entwicklung zur Datenbereitstellung
  • Bestandsaufnahme technologischer Entwicklungen z. B. im Bereich virtueller Forschungsumgebungen

Konferenz für Sozial- und Wirtschaftsdaten (KSWD)

  • Der RatSWD beruft i. d. R. alle drei Jahre die Konferenz für Sozial- und Wirtschaftsdaten (KSWD) ein. Die Konferenz ist eine Plattform für die Diskussion von wissenschaftlichen Themen, die im Kontext von empirischer Sozial-, Verhaltens- und Wirtschaftsforschung sowie prozessproduzierter und umfragebasierter Datenproduktion stehen. Sie ist offen für alle interessierten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus Statistik und Wissenschaft, denn der wissenschaftliche Diskurs bildet Ihren Kern.
  • Weitere thematische Kolloquien, Paneldiskussionen und Workshops sollen zudem den fortlaufenden Austausch zwischen Wissenschaft und Datenproduzenten fördern.

Struktur und Arbeitsweise

Im RatSWD arbeiten acht durch Wahl legitimierte Vertreterinnen und Vertreter der sozial-, verhaltens- und wirtschaftswissenschaftlichen Fachdisziplinen sowie acht Vertreterinnen und Vertreter der wichtigsten Datenproduzierenden zusammen. Mit seiner paritätischen Besetzung ist der RatSWD ein fachkundiges und gleichzeitig breit aufgestelltes Gremium. Es spielt eine tragende Rolle bei der Weiterentwicklung der Forschungsinfrastrukturen für die empirischen Sozial-, Verhaltens- und Wirtschaftswissenschaften und setzt sich für eine wissenschaftsfreundliche Gestaltung der rechtlichen und politischen Rahmenbedingungen ein.

Gleichzeitig koordiniert der RatSWD nunmehr 38 akkreditierte Datenzentren, welche im Ständigen Ausschuss Forschungsdateninfrastruktur (FDI Ausschuss) zusammenarbeiten. Er hat eine Infrastruktur geschaffen, die der Wissenschaft einen flexiblen und reichhaltigen Datenzugang ermöglicht.

Zusammensetzung des RatSWD

  • 10 Mitglieder aus dem Bereich der empirischen Sozial-, Verhaltens- und Wirtschaftswissenschaften
  • 1 Mitglied aus dem Bereich des Statistischen Bundesamtes,
  • 1 Mitglied aus dem Bereich der Statistischen Landesämter,
  • 1 Mitglied aus dem Bereich des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung oder der Bundesagentur für Arbeit,
  • 1 Mitglied aus dem Bereich der Sozialversicherungen,
  • 1 Mitglied aus dem Bereich der amtlichen Gesundheitsdaten,
  • 1 Mitglied aus dem Bereich der amtlichen Finanzdaten,
  • 4 Mitglieder aus dem Bereich der wissenschaftsgetragenen Datenproduktion.