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Digitale Arbeit während der COVID-19-Pandemie Eine Studie zu den Auswirkungen der Pandemie auf Arbeit und Stress in Deutschland

Fraunhofer-Institut für Angewandte Informationstechnik FIT

Was Ende 2019 in Deutschland noch unvorstellbar war, wurde 2020 mit der Ausbreitung des SARS- CoV-2 und dem damit verbundenen Ausbruch der COVID-19-Pandemie zur Realität: Flächendeckende Absagen von Großveranstaltungen, die Schließung von nicht-systemrelevanten Geschäften sowie generelle Kontaktbeschränkungen. Die Einschränkung von sozialen Kontakten als wesentlicher Faktor zur Eindämmung betraf dabei gleichermaßen das private wie berufliche Leben. Somit haben im Zuge der Maßnahmen auch eine Vielzahl an Beschäftigen von ihrem Arbeitgeber die Aufforderung erhalten, sofern möglich, von zu Hause zu arbeiten.

  • Disziplin: Sozial, Gesundheit
  • Forschungsmethode: Quantitativ
  • Forschungsdesign: Primärerhebung, Repräsentativ angelegte Befragung
  • Erhebungsstatus: Erhebung abgeschlossen, Ergebnisse veröffentlicht

Ziele der Studie

Ziel der vorliegenden Studie ist es, die Erkenntnisse über digitalen Stress am Arbeitsplatz vor den veränderten Rahmenbedingungen während der COVID-19-Pandemie neu zu beleuchten. Hierfür wurden über 1000 Beschäftigte in zwei Zyklen (vor und während der Corona-Pandemie) zu digitalem Stress befragt. Dieser Bericht stellt die Ergebnisse der durchgeführten Online-Befragung dar.

Studiendesign/Umsetzung

Um belastbare Aussagen über die Auswirkungen der COVID-19-Pandemie auf den digitalen Stress von Beschäftigten zu treffen, wurden im Rahmen dieser Studie zwei quantitative Datenerhebungen durchgeführt. Die erste Erhebung wurde von Dezember 2018 bis Februar 2019 durchgeführt, die zweite im April und Mai 2020 – einer Hochphase der Pandemie in Deutschland. Die 5.005 Befragten des ersten Zyklus wurden im Rahmen der zweiten Datenerhebung erneut zur Teilnahme an der Online-Befragung aufgefordert. Insgesamt nahmen 1.017 Beschäftigte an beiden Erhebungen teil und ermöglichen somit einen Vergleich der beiden Zeitpunkte. Ein Kriterium für die Teilnahme an der Studie war eine Erwerbstätigkeit, welche mit durchschnittlich mindestens 15 Stunden pro Woche beruflicher Tätigkeit und keiner Solo-Selbstständigkeit definiert wurde. Zudem musste das Alter der Befragten zwischen 18 und 67 Jahren liegen. Durchgeführt wurden die Online-Befragungen über einen Panel-Anbieter. Beide Fragebögen beinhalteten einen Einleitungstext, in welchem die Befragten zum Thema hingeführt wurden und erklärt wurde, was unter „digitalen Technologien und Medien“ zu verstehen ist. Angelehnt an bestehende Forschung, wurden anschließend Fragen zum Thema digitale Arbeit und digitaler Stress gestellt. Des Weiteren wurden demographische Merkmale sowie Informationen zur Berufstätigkeit abgefragt. Bei der zweiten Datenerhebung wurden zusätzlich spezifische, auf die COVID-19-Pandemie bezogene Fragen gestellt.