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Berufliche Zugänge zum Homeoffice. Ein tätigkeitsbasierter Ansatz zur Erklärung von Chancenungleichheit beim Homeofficezugang

Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB)

Inwiefern ist der ausgeübte Beruf für den Homeofficezugang ausschlaggebend? Können berufliche Tätigkeiten die Ungleichheiten im Zugang zum Homeoffice erklären und spielt die betriebliche Struktur eine Rolle? Diese Kernfragen werden innerhalb des Beitrags beantwortet und schließen damit eine Forschungslücke.

  • Netzwerk: RatSWD
  • Disziplin: Bildung, Sozial
  • Forschungsmethode: Quantitativ
  • Forschungsdesign: Repräsentativ angelegte Befragung, Sekundäranalyse
  • Erhebungsstatus: Daten zugänglich, Ergebnisse veröffentlicht, Erhebung abgeschlossen

Ziele der Studie

Mit der Beantwortung der Kernfragen leistet der Artikel auf folgenden Ebenen einen Beitrag zum aktuellen Stand der Forschung: Erstens erweitert er mit der Betrachtung von Homeoffice als Aspekt sozialer Ungleichheit die in der soziologischen Ungleichheitsforschung bislang berücksichtigten Merkmale um diesen immateriellen Part von Arbeitsbedingungen. Zweitens fokussiert er auf den Zugang zum Homeoffice und damit auf die zunächst mögliche Verlagerung vom betrieblichen Arbeitsplatz nach Hause, während bisherige Studien überwiegend nur die Einflüsse auf die tatsächliche Nutzung von Homeoffice in den Blick nehmen. Drittens zeigt er auf, welche Rolle Berufe bei den ungleichen Homeofficezugängen einnehmen und schafft dabei durch die Betrachtung von Einzeltätigkeiten gleichzeitig mehr Transparenz hinter sonst eher abstrakten Berufsgruppen. Die Ergebnisse ergänzen damit das Wissen über Berufseffekte im Kontext sozialer Ungleichheiten und bieten das Potenzial, Folgen der Berufswahl und Berufsausübung hinsichtlich der räumlichen Flexibilitätsmöglichkeiten in den Arbeitsbedingungen aufzuzeigen.

Studiendesign/Umsetzung

Zur methodischen Umsetzung des Forschungsvorhabens wird die Erwerbstätigenbefragung (ETB) des Bundesinstituts für Berufsbildung (BIBB) und der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) aus dem Jahr 2018 (kurz BIBB/BAuA-Erwerbstätigenbefragung 2018) herangezogen. Neben der Darstellung deskriptiver Verteilungen erfolgt die simultane Schätzung der kontextuellen und individuellen Einflussvariablen auf den Zugang zum Homeoffice anhand logistischer Mehrebenenmodelle mit dem Beruf als Gruppenvariable.

Datenverfügbarkeit

Die aktuellen Daten zur BIBB/BAuA – Erwerbstätigenbefragung 2018 sind beim Forschungsdatenzentrum des Bundesinstituts für Berufsbildung (BIBB-FDZ) erhältlich: https://www.bibb.de/de/1386.php