Bericht zur 74. Sitzung des RatSWD
Vorstellung neuer Wege für die Erschließung von Forschungsdaten, Akkreditierung eines neuen Forschungsdatenzentrums und die Würdigung einer langjährigen Mitstreiterin – das waren die Themen der 74. Sitzung des Rates vom 13. bis 14. November 2025 am Wissenschaftszentrum Berlin (WZB).
Auf seiner 74. Sitzung verabschiedete der RatSWD seine ehemalige Vorsitzende Prof. Dr. Monika Jungbauer-Gans. In ihrer Rede würdigte die amtierende Ratsvorsitzende Prof. Dr. Kerstin Schneider die engagierte Arbeit von Monika Jungbauer-Gans in unterschiedlichen Funktionen, darunter auch als mehrjährige Vorsitzende des RatSWD. Sie trieb viele Themen wie den ethischen Umgang mit Daten voran und trug maßgeblich zur Weiterentwicklung des RatSWD bei. Wir danken ihr vielmals für ihren Einsatz und wünschen ihr für die Zukunft alles Gute.

Im Anschluss gaben mehrere Vorträge spannende Einsichten in die Arbeit verschiedener Forschungsprojekte und Arbeitsgruppen. So wurde ein Projekt zur Erschließung neuer Forschungsdaten vorgestellt, welches prozessgenerierte Daten aus Unternehmen zum Ziel hatte. Gleichzeitig informierte sich der Rat auch über ein weiteres Projekt, welches den Umgang mit Datenbeständen bei Schließung von Forschungsdatenzentren thematisierte.
Neben dem Austausch zu aktuellen politischen Entwicklungen standen zusätzlich die Planungen für die anstehende Wahl des Rates im März 2026 sowie die 10. Konferenz für Sozial- und Wirtschaftsdaten im Juni 2026 im Fokus der Beratungen.
Abschließend akkreditierte der RatSWD das Archiv „Deutsches Gedächtnis“ als Forschungsdatenzentrum. Das Archiv „Deutsches Gedächtnis“ an der Fernuniversität Hagen ist auf Interviews von Zeitzeugen spezialisiert, um Erfahrungen wichtiger historischer Ereignisse zu sichern. Mehr zur Arbeit des neuen FDZ finden Sie hier. Damit arbeiten aktuell 39 akkreditierte Forschungsdatenzentren im Kontext der Sozial- und Wirtschaftswissenschaften zusammen und verpflichten sich zur Einhaltung gemeinsamer Qualitätsstandards.