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05
Mai
2026

Rückblick auf die 34. Sitzung des FDI Ausschusses

Die 34. Sitzung des Ständigen Ausschusses Forschungsdateninfrastruktur (FDI Ausschuss) fand am 23. und 24. April 2026 virtuell statt.

Im Fokus der Sitzung des FDI Ausschusses standen die Themen Forschungsergebnisse reproduzieren und Künstliche Intelligenz. Vertreter:innen der vom RatSWD akkreditierten Forschungsdatenzentren (FDZ) sowie Gäste des Ausschusses tauschten sich mit Expert:innen über aktuelle Herausforderungen im Umgang dazu mit sensiblen Daten aus.

Zum Thema Reproduzierbarkeit berichtete Lars Vilhuber (Cornell University, Data Editor der American Economic Association) über Prozesse der Überprüfung von Analysebefunden im Vorfeld der Publikation in wissenschaftlichen Zeitschriften anhand von Reproduzierbarkeitsnachweisen (Replication Packages) wie Dokumentationen, Skripten und Daten. Dabei wurden insbesondere Anforderungen an Forschende, Reviewer und FDZ diskutiert. Ergänzend stellte Aleksander Kocaj (FDZ am IQB) Ergebnisse aus dem META-REP Projekt am IQB vor, in dessen Mittelpunkt die konzeptionelle Reproduktion von Analysen in der Bildungsforschung steht. Die Beiträge und der Austausch machten die fachdisziplinäre Vorreiterrolle der Wirtschaftswissenschaften deutlich, von der die in KonsortSWD vertretenen Disziplinen und die FDZ als Anbieter sensibler Daten in Zukunft bei der Etablierung verlässlicher und effizienter Reproduktionsprozesse profitieren können.

Das zweite Schwerpunktthema widmete sich dem Einsatz von KI im Kontext sensibler Forschungsdaten. Ausgehend von einem Bericht zur Entwicklung einer KI-Policy im FDZ Bildung (DIPF) von Thomas Lösch wurden Erfahrungen mit Umgang mit KI-Anwendungen in den verschiedenen FDZ sowie allgemein die damit verbundenen Chancen, Risiken und Anforderungen in Bezug auf Datenkuratierung und Datennutzung erörtert.

Auch bei dieser Sitzung zeigte sich die Bedeutung des FDI Ausschusses als Austauschforum, in dem zu aktuellen Themen die vorhandenen Erfahrungen geteilt werden und auf dieser Basis voneinander gelernt bzw. miteinander kooperiert wird.

Zusätzlich zu den Schwerpunktthemen beschlossen die Mitglieder, die GLEN Studie – das deutsche Umweltpanel als ständigen Gast in den Ausschuss aufzunehmen. Mit ihrer Expertise in der Erhebung und Bereitstellung von Paneldaten wird GLEN die Arbeit des FDI Ausschusses künftig bereichern.

Weitere Programmpunkte umfassten Berichte aus dem RatSWD, eine ausführliche Vorstellung der KonsortSWD-Services für und mit den FDZ, sowie ein Update zum Forschungsdatengesetz und zur laufenden AG-Arbeit innerhalb des Ausschusses. Zudem bereiteten sich die FDZ auf ihre Beiträge zur 10. Konferenz für Sozial- und Wirtschaftsdaten am 22. und 23. Juni 2026 in Berlin vor. Neben Fachvorträgen können Konferenzteilnehmende dort am gemeinsamen FDZ-Stand verschiedene Informationsmaterialien zum Datenangebot erhalten und im Format „Meet-the-FDZ“ direkt mit Vertretungen der Forschungsdatenzentren ins Gespräch kommen.

Die nächste Sitzung des FDI Ausschusses findet am 24. und 25. September 2026 am LIfBi in Bamberg statt.