Archiv „Deutsches Gedächtnis“ – Forschungsdatenzentrum des Instituts für Geschichte und Biographie (ADG – FDZ des IGB)

Das Archiv „Deutsches Gedächtnis“ ist das Forschungsdatenzentrum des Instituts für Geschichte und Biographie an der FernUniversität in Hagen. Archiviert werden dort Oral-History-Interviews sowie narrative Interviews aus anderen Diszipline. Die Interviews stammen aus Projekten, die seit den frühen 1980er Jahren am Institut für Geschichte und Biographie geführt wurden und werden, sowie aus Forschungen Dritter.
- Thematischer Schwerpunkt: Sonstiges
- Schwerpunkt Datentyp: Qualitativ
- Externe Datenaufnahme: Ja
- Verbundzugehörigkeit: QualidataNet
- FDM Beratungsservice: Nein
Datenangebot
Das Archiv „Deutsches Gedächtnis“ bietet aktuell (Ende 2025) über 4.000 narrative, meist lebensgeschichtliche Interviews aus rund 150 Projekten. Die frühesten Interviews wurden in den 1970er Jahren geführt, die Geburtsjahrgänge der Interviewten reichen vom Ende des 19. Bis zum Ende des 20. Jahrhunderts.
Dem Profil des Instituts für Geschichte und Biographie entsprechend, sind viele Sammlungen durch einen erfahrungsgeschichtlichen Zugang zur Zeitgeschichte und einen biographischen Forschungsansatz bestimmt. Neben Oral-History-Interviews sind auch andere Disziplinen mit Interviews vertreten wie Soziologie, Bildungswissenschaften, europäische Ethnologie, Politologie und Psychologie.
Die Sammlungen repräsentieren ein breites thematisches Spektrum. Schwerpunkte sind Nationalsozialismus und Zweiter Weltkrieg sowie deutsch-deutsche Geschichte vor und nach der Wiedervereinigung. Zu den größeren Einzelsammlungen gehören die Projekte „Lebensgeschichte und Sozialkultur im Ruhrgebiet 1930-1960“ (kurz: LUSIR) und „Die Volkseigene Erfahrung“.
Durch die Offenheit der Gesprächsführung und die lebensgeschichtliche Dimension bieten die Interviews über das Thema der Primärforschung hinaus und über Disziplingrenzen hinweg hohes Potential für Sekundäranalysen.
Serviceangebot
Das Archiv „Deutsches Gedächtnis“
- berät bei der Recherche nach geeigneten Interviewbeständen.
- berät bei der Archivierung von audiovisuellen Interviews,
- unterstützt bei der Antragstellung bezüglich der nachhaltigen Nutzung der erhobenen Interviews,
- unterstützt laufende Projekte bei der Datenaufbereitung mit automatischer Transkription und einer webbasierten Arbeitsumgebung für die Erschließung,
- übernimmt Interviewsammlungen aus abgeschlossenen Projekten.
Datenzugang
Viele Sammlungen des Archivs „Deutsches Gedächtnis“ sind online zugänglich: https://deutsches-gedaechtnis.fernuni-hagen.de/de. Eine Vorrecherche ist ohne Registrierung möglich. Der Zugang zu den Audio- oder Videodateien und Transkripten erfordert die Registrierung auf der Plattform oral-history.digital (https://portal.oral-history.digital/de) und die Beantragung des Zugangs zum Archiv „Deutsches Gedächtnis“. Die Freischaltung erfolgt nach individueller Prüfung. Sammlungen, die noch nicht online verfügbar sind, können nach Terminvereinbarung vor Ort genutzt werden.
Der Zugang zu den Interviews ist sowohl online wie in Präsenz wegen der sensiblen nicht-anonymisierten Daten auf die Nutzung für Forschung und Lehre beschränkt und setzt die Zustimmung zu den Nutzungsbedingungen (https://deutsches-gedaechtnis.fernuni-hagen.de/de/conditions) voraus.
Kontakt
FernUniversität in Hagen
Institut für Geschichte und Biographie
Archiv „Deutsches Gedächtnis“
Universitätsstr. 47
58097 Hagen