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Wo ist das (gute) alte Leben hin? Doing Family und Vereinbarkeitsmanagement in der Corona-Krise

Deutsches Jugendinstitut e.V.

Um der Frage nachzugehen, wie während der Corona-Pandemie Erwerbs- und Sorgearbeit vereinbart werden, analysiert dieser Beitrag die Situation von Eltern mit Kindern unter zwölf Jahren aus dem Blickwinkel des Doing Family und mit Rückgriff auf Hartmut Rosas Thesen zur Be- und Entschleunigung.

  • Netzwerk: RatSWD
  • Disziplin: Sozial
  • Forschungsmethode: Mixed Methods
  • Forschungsdesign: Repräsentativ angelegte Befragung, Sekundäranalyse, Weitere Daten (z. B. Einzelinterview, Web Scraping, Laborwerte etc.)
  • Erhebungsstatus: Ergebnisse veröffentlicht, Erhebung abgeschlossen

Ziele der Studie

Wie gelingt es Eltern während der Corona-Pandemie, Erwerbsarbeit, Betreuungs- und
Versorgungspflichten zu vereinbaren? Um diese Frage zu beantworten, analysieren die Forschenden aus dem Blickwinkel des Doing Family, in welchem Spagat sich Eltern in der Krise befinden, welche Bewältigungsstrategien sie entwickeln – und wo sich gleichzeitig Ansatzpunkte finden lassen, das scheinbar ‚gute Leben‘ vor der Krise auf den Prüfstand zu stellen und zu überlegen, wie sich auch langfristige Veränderungen und Verbesserungen für die Vereinbarkeit von Sorge- und Erwerbsarbeit erreichen lassen.

Studiendesign/Umsetzung

Für den vorliegenden Beitrag wurden Daten aus zwei Studien ausgewertet, die im Sin-
ne eines Mixed-Methods-Ansatzes miteinander verbunden wurden. Die quantitativen Befunde, die den Rahmen für das Doing Family während der (ersten) Hochphase der Pandemie abstecken, kommen aus dem DJI-Survey AID:A 2019 (T1=Pre-Corona) und seiner Zusatzerhebung ‚Corona-Blitz‘ (T2=Corona) vom August/September 2020, der uns einen
Vorher-Nachher-Vergleich von 772 Eltern aus 594 Familien mit mindestens einem Kind
unter zwölf Jahren erlaubt, darunter 459 Mütter und 313 Väter. In 178 Familien konnten
beide Elternteile befragt werden. Alle Eltern wurden bereits in der Haupterhebung Ende
2019 zur Arbeitsteilung sowie zu zahlreichen Aspekten des individuellen wie familialen Wellbeings befragt. Die quantitativen Daten werden durch die Corona-Befragung 2020 und 20 qualitativen Inter-views mit Eltern ergänzt.

Datenverfügbarkeit

Die Daten dieser Studie stehen bisher nicht offen zur Nachnutzung zur Verfügung. Bitte wenden Sie sich an die Ansprechpersonen des Projekts.