Veranstaltungsreihe Meet-the-Data
Die fünfte Staffel der Veranstaltungsreihe behandelt ab Januar 2026 Bildungsdaten
Aktuelle Staffel
Die aktuelle Staffel Meet-the-data startet im Januar 2026 und behandelt das Thema Bildungsdaten.

In der Reihe werden vorhandene Daten der Forschungsdatenzentren des KonsortSWD (Konsortium für die Sozial-, Verhaltens-, Bildungs- und Wirtschaftswissenschaften) vorgestellt. Diese qualitativ hochwertigen Daten und die dazugehörigen umfangreichen Dokumentationen stehen zwecks Nutzung in der Forschungsgemeinschaft sowie zwecks Erstellung von Qualifikationsarbeiten zur Verfügung. Es liegen Daten zu verschiedenen Altersgruppen, Zielgruppen oder Themen, quantitativer oder qualitativer Natur und verschiedenen Designs (u. a. Längsschnitt, Repräsentativ, Interviews) vor.
Diese Daten bergen ein umfangreiches Forschungspotenzial und eignen sich sowohl für Bachelor- und Masterarbeiten als auch zur Beantwortung vertiefender Forschungsfragen. Die Nutzung von Daten aus den Forschungsdatenzentren bringt viele Vorteile mit sich, wie zum Beispiel:
- es spart Zeit und Kosten, da nicht selber Daten erhoben werden müssen,
- die Daten weisen eine hohe Qualität auf, da überwiegend von ausgewiesenen Experten und Instituten erhoben,
- ermöglichen die Arbeit mit i.d.R. großen Stichproben und die Betrachtung einer hohen Anzahl an Kovariaten,
- es kann auf eine umfangreiche Dokumentation sowie statistische Skripts zurückgegriffen werden,
- die Arbeit mit den Daten eröffnet den Zugang zu vielen wissenschaftlichen Communities.
Teilnahmeinfos
Jede Sitzung besteht aus einem Vortrag und einem moderierten Q&A-Teil.
Wann und wo?
Die Reihe startet am 15. Januar und findet jeden 3. Donnerstag im Monat, 13:15–14:00 Uhr, online per Zoom statt.
Bitte melden Sie sich unter den einzelnen Präsentationen für die Sitzung(en) an, für die Sie sich interessieren. Ihre Anmeldung wird per E-Mail bestätigt.
Folien und Aufzeichnungen
Die Folien werden nach jeder Sitzung öffentlich zugänglich gemacht. Die entsprechenden Links finden Sie in den Beschreibungen der vergangenen Vorträge.
Programm und Anmeldung 2026
15. Januar 2026 | Digitale Bestände der BBF - Daten für die Historische Bildungsforschung
FDZ: BBF | Bibliothek für Bildungsgeschichtliche Forschung
Die BBF | Bibliothek für Bildungsgeschichtliche Forschung in Berlin ist eine Forschungsbibliothek mit herausragenden Bibliotheks- und Archivbeständen und einem breiten digitalen Angebot zur deutschen Bildungsgeschichte in ihren internationalen Bezügen. Sie ist ein Zentrum der historischen Bildungsforschung in Deutschland und gehört zum DIPF | Leibniz-Institut für Bildungsforschung und Bildungsinformation. Neben der wissenschaftlichen Bearbeitung der eigenen Bestände durch Mitarbeiter*innen und Kooperationspartner*innen der BBF werden ausgewählte Bestände auch online als digitale Sammlungen vorgestellt und zur Nutzung angeboten.
In der Session werden drei konkrete Quellen für Forschungsdaten und deren Nutzungs- und Zugriffsmöglichkeiten vorgestellt: das digitale Textarchiv ScriptaPaedagogica, das digitale Bildarchiv PicturaPaedagogica sowie digitale Editionen bildungshistorisch relevanter Texte in EditionenBildungsgeschichte.
19. Februar 2026 | WaeBi - Forschungsdaten zu ästhetischer Bildung bei Menschen in sozial schwierigen Konstellationen am FDZ Bildung
Vortragende*r: Dr. Kristina Schierbaum, n.N. | FDZ: FDZ Bildung
Im Rahmen der Session geht es einerseits um die Studie „Pädagogische Gelingensbedingungen und Wirkung ästhetischer Bildung bei Menschen in sozial schwierigen Konstellationen – WaeBi” und andererseits um das Forschungsvorhaben „Jugend, Soziale Ungleichheit, Vulnerabilität – JuSUVu“, das Daten aus WaeBi im Rahmen einer qualitativen Sekundäranalyse nachnutzt: Das vom BMBF geförderte Projekt „WaeBi“ (Universität Würzburg, Leitung: Oliver M. Reuter und Roland Stein, Laufzeit 2016-2020) hat ausgewählte Praxisprojekte der Bereiche Kunst, Musik, Theater, Tanz und Rhythmus begleitet und kreative sowie künstlerisch-gestalterische Prozesse aus kultur- und sonderpädagogischer Perspektive untersucht. Bundesweit wurden sowohl Interviews mit jungen Geflüchteten und sozial benachteiligten Jugendlichen als auch mit Kunst- und Sonderpädagoginnen und -pädagogen sowie weiteren betreuenden Personen geführt. Die problemzentrierten Leitfadeninterviews wurden mit der qualitativen Inhaltsanalyse (n. Kuckartz) und der Analysesoftware MAXQDA ausgewertet. Im Anschluss an die Beschreibung der „WaeBi“-Daten wird mit der Vorstellung des Forschungsvorhabens „JuSUVu“ ein Nachnutzungsszenario skizziert, um das Sekundäranalysepotenzial eines Datensatzes des FDZ Bildung aufzuzeigen.
19. März 2026 | Neue Perspektiven in der Forschung zu den Kompetenzen Erwachsener: Das PIAAC Scientific Use File 2023
Vortragende: PD Dr. Débora Maehler | FDZ: FDZ PIAAC
Der Datensatz Programme for the International Assessment of Adult Competencies, Cycle 2: PIAAC Germany 2023 – Scientific Use File (ZA9009) bietet einzigartige Forschungsmöglichkeiten zu den Kompetenzen und Lebensumständen Erwachsener in Deutschland. Er enthält umfassende Informationen zu Lesekompetenz, alltagsmathematischer Kompetenz und adaptivem Problemlösen sowie detaillierte Hintergrundangaben zu Bildung, Erwerbstätigkeit, Einkommen und sozialer Teilhabe. Mit unvergröberten Variablen ermöglicht das Scientific Use File präzise Analysen zu Kompetenzverteilungen, Chancengerechtigkeit und lebenslangem Lernen. Die Daten sind weltweit mit den PIAAC-Erhebungen anderer teilnehmender Länder vergleichbar und eröffnen damit internationale Perspektiven auf Kompetenzen im Erwachsenenalter. Die Erhebung (September 2022–Mai 2023) umfasst 4.793 Befragte im Alter von 16 bis 65 Jahren.
Die Daten werden vom Forschungsdatenzentrum PIAAC (FDZ PIAAC) am GESIS – Leibniz-Institut für Sozialwissenschaften verwaltet und bereitgestellt. (https://doi.org/10.4232/1.14530).
16. April 2026 | BIBB/BAuA-Erwerbstätigenbefragung - Arbeit und Beruf im Wandel, Erwerb und Verwertung beruflicher Qualifikationen
Vortragende*r: Sandra Horn, Beatrice van Berk | FDZ: BIBB-FDZ
Die BIBB/BAuA-Erwerbstätigenbefragungen sind repräsentative, telefonische Befragungen von rund 20 000 Erwerbstätigen in Deutschland. Sie werden gemeinsam vom Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) und der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) durchgeführt. Die Erhebungen finden alle sechs Jahre statt; die aktuelle Welle stammt aus dem Jahr 2024. Die Datensätze enthalten differenzierte Informationen über Erwerbstätige und Arbeitsplätze in Deutschland. Im Mittelpunkt stehen Themen wie Tätigkeitsschwerpunkte, Anforderungsniveau, Kenntnisanforderungen, Arbeitsanforderungen, Weiterbildungsbedarf, Arbeitsbedingungen und Arbeitsbelastungen. Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf dem Verhältnis von Bildung und Beschäftigung – etwa Schul-, Aus- und Weiterbildung, Berufsverlauf, ausbildungsadäquate Beschäftigung, Berufswechsel und Verwertbarkeit beruflicher Qualifikationen. Verschiedene Berufssystematiken ermöglichen eine differenzierte Auswertung nach Erwerbs- und Ausbildungsberufen.
21. Mai 2026 | DiFA - Detaillierte Logdaten und längsschnittliche Lernergebnisse in einem Online-Kurs mit personalisiertem Feedback
Vortragende*r: Daniel Bengs, Dr. Susanne Klauke | FDZ: FDZ Bildung
Das Projekt DiFA (Digitales Formatives Assessment) untersucht den Einfluss eines personalisierten Feedbacks in einem Online-Kurs für Lehramtsstudierende zur Nutzung digitaler Medien im Unterricht. Das Feedback basiert auf dem Lernverhalten, das anhand von Logdaten erfasst wird. In den fünf Lerneinheiten des Kurses wurden die Interaktionen mit Materialien (Texte, Videos) und Aktivitäten (ConceptMaps, Forendiskussion, Quizzes) aufgezeichnet. Die Kursbearbeitung wurde flankiert von einem Wissenstest zum Kursinhalt und der Messung lernbezogener motivationaler sowie von Einstellungsaspekten.
In dieser Ausgabe von Meet-the-Data wird der Datenbestand der experimentellen Feldstudie vorgestellt, mit der das Feedbacksystem evaluiert wurde. Die Experimentalgruppe erhielt am Ende jeder Lerneinheit ein mithilfe logdatenbasierter Prozessindikatoren personalisiertes Feedback, die Kontrollgruppe ein nicht-personalisiertes Feedback. Der bereitgestellte Datensatz verknüpft Selbstauskünfte und Leistungsmessungen mit Produkt- und Logdaten aus verschiedenen Lernaktivitäten in einem realen Lehr-Lern-Kontext. Daraus ergeben sich vielseitige Analysepotentiale, die Einblicke in Nutzungsverhalten und Bearbeitungsprozesse, Möglichkeiten der Veränderungsmessung und einen Vergleich der experimentellen Gruppen umfassen.
18. Juni 2026 | Die Studierendenbefragung in Deutschland: Eine bundesweite Datengrundlage zur Erforschung der sozialen und wirtschaftlichen Situation von Studierenden
Vortragende: Dr. Jessica Ordemann | FDZ: FDZ-DZHW
Zur Studierendenbefragung Deutschland
Die Studierendenbefragung in Deutschland erhebt alle vier Jahre eine Fülle an Informationen über die Lebens- und Studiensituation der Studierenden in Deutschland. Sie integriert seit 2021 die ursprünglich separat durchgeführten Langzeitstudien Sozialerhebung, Konstanzer Studierendensurvey und „best: Studieren mit einer gesundheitlichen Beeinträchtigung“. Die Grundgesamtheit der Studie bilden alle Studierenden, die an einer teilnehmenden staatlichen, kirchlichen oder privaten Hochschule in Deutschland immatrikuliert sind. Die aktuell verfügbaren Daten von über 180.000 Studierenden aus dem Jahr 2021 stehen über das Forschungsdatenzentrum als Scientific Use File und Campus File zur Verfügung. Im Sommersemester 2025 fand turnusmäßig die aktuelle Befragung statt.
Der Vortrag stellt das Erhebungsdesign, die Inhalte der Studierendenbefragung in Deutschland und den Zugang zu den Daten vor: Die Studie ist als modularisierte Online-Befragung mit Split-Design und sozialgruppenspezifischer Filterführung konzipiert. Sie deckt eine Vielfalt an Inhalten zur sozialen und wirtschaftlichen Lage von Studierenden ab und das Erhebungsdesign ermöglicht vertiefte Analysen zur studentischen Vielfalt und zu aktuellen Entwicklungen der Studierendenschaft im Kontext gesellschaftlichen Wandels, etwa im Bereich der Digitalisierung, von politischen Einstellungen oder der virtuellen Auslandsmobilität. Ebenso liegen Informationen zur Gesundheit von Studierenden, ihrem Lebensstil und möglichen Diskriminierungserfahrungen vor.
Die Studie wird durchgeführt vom Deutschen Zentrum für Hochschul- und Wissenschaftsforschung (DZHW). Weitere Informationen finden Sie unter www.die-studierendenbefragung.de
Die Daten der Studierendenbefragung in Deutschland können für Sekundärdatennutzer beim FDZ-DZHW bestellt werden: Datenpaket (Datensatz): Die Studierendenbefragung in Deutschland (2021)