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Federation with the EOSC EU Node

Anbindung der Forschungsdaten von KonsortSWD an die European Open Science Cloud (EOSC)

Die European Open Science Cloud (EOSC) baut ein föderiertes Ökosystem auf, das es Forschenden ermöglicht, Forschungsdaten und -dienste über Disziplinen, Institutionen und Landesgrenzen hinweg zu finden, darauf zuzugreifen, sie zu kombinieren und wiederzuverwenden. Der deutsche EOSC Node dient als nationales Tor Deutschlands zu diesem Verbund, da die EOSC nicht als einzelne Infrastruktur, sondern als Verbund interoperabler EOSC Nodes organisiert ist. Ein EOSC Node ist eine Sammlung von Diensten, die von Forschungsinfrastrukturen und -einrichtungen bereitgestellt werden und für europäische Forscher über gemeinsame Authentifizierungs-, Vertrauens- und Verbundmechanismen zugänglich sind. TA2-M1 ist der Beitrag von KonsortSWD zum Aufbau einer nachhaltigen Beteiligung am EOSC EU Node als der operationalen Plattform der EOSC Federation, um die Sichtbarkeit der Forschungsdaten und -dienste von KonsortSWD in Europa zu erhöhen. Im Rahmen dieser Maßnahme wird eine technische Föderation ausgewählter Forschungsdatenzentren (RDCs) oder Anbieter von Datensuchmaschinen (z. B. der GESIS-Suchmaschine) mit dem EOSC EU Node untersucht, konzipiert und umgesetzt. Um die Komplexität zu reduzieren, liegt der Schwerpunkt auf der Abbildung der innerhalb von KonsortSWD verfügbaren Metadatenschemata auf das Metadatenschema des EOSC EU Node bzw. dessen Interperabilitäts-Framework. Auf der Grundlage der Ergebnisse können die Suchindizes auf beiden Seiten – bei den KonsortSWD-Datenanbietern und beim EOSC EU Node – erweitert werden. Neben den technischen Aspekten werden wir uns auch mit den im EOSC Federation Handbook definierten Regeln für die Teilnahme, Zugangsrichtlinien usw. befassen.

Warum ist das wichtig?

Forschungsdateninfrastrukturen haben sich unabhängig voneinander entwickelt. Die Herausforderung für Europa liegt nicht im Mangel an Forschungsdaten, sondern in der Fragmentierung der Daten über Institutionen, Länder, Disziplinen und rechtliche Rahmenbedingungen hinweg. Die EOSC zielt darauf ab, diese Hindernisse zu überwinden, indem sie einen sicheren, vertrauenswürdigen und interoperablen Zugang zu verteilten Forschungsressourcen ermöglicht und dabei Werte wie Datenschutz, Transparenz und Datenhoheit achtet.

EOSC begegnet dieser Fragmentierung durch ein Föderationsmodell, das auf gemeinsamen Interoperabilitätsprinzipien in vier sich ergänzenden Interoperabilitätsdimensionen basiert: technisch, semantisch, organisatorisch und rechtlich.

TA2-M1 adressiert direkt die Steigerung der Sichtbarkeit der Forschungsdaten von KonsortSWD auf europäischer Ebene.

Wer profitiert davon?

TA2-M1 richtet sich an Organisationen, die für die Bereitstellung von Forschungsdaten und digitalen Forschungsdiensten zuständig sind, wie beispielsweise die Forschungsdatenzentren (RDCs) von KonsortSWD-NFDI4Society und anderen NFDI-Konsortien.

Forscher profitieren direkt von einer verbesserten Auffindbarkeit der gesuchten Daten, deren Interoperabilität und dem grenzüberschreitenden Zugang zu Forschungsressourcen.

Was steht heute bereits zur Verfügung?

Obwohl sich der deutsche EOSC Node noch in der Entwicklung befindet, werden bereits mehrere grundlegende Ergebnisse erarbeitet.

  • Strategische Roadmap der NFDI: Eine strukturierte Roadmap für die Beteiligung der NFDI-Dienste an der EOSC-Föderation.
  • Metadatenanalyse und -abgleich: Im Rahmen der aktuellen Arbeiten wird die Kompatibilität zwischen den Metadaten von KonsortSWD und den EOSC-Metadatenmodellen analysiert, einschließlich OpenAIRE als Grundlage für den interoperablen Metadatenaustausch.
  • Pilotimplementierungen: Erste Umsetzung durch Prototyp-Dienste, Metadaten-Harvesting, OAI-PMH-Schnittstellen und die Integration von Knowledge Graphs, wodurch eine frühzeitige Validierung des vorgeschlagenen Ansatzes ermöglicht wird.
  • Governance und Koordination: TA2-M1 trägt aktiv zur Koordination der EOSC-Arbeitsgruppe und anderer NFDI-Sektionen bei.

Mehrwert

Anstatt es jedem FDZ selbst zu überlassen, die EOSC-Dokumentation eigenständig zu interpretieren, technische Standards auszuhandeln und Onboarding-Verfahren zu entwerfen, entwickelt TA2-M1 wiederverwendbare Lösungen, die in mehreren Infrastrukturen eingesetzt werden können und Doppelarbeit bei der Umsetzung reduzieren.

TA-M2 generiert einen Mehrwert dahingehend, dass die Sichtbarkeit deutscher Forschungsdaten in Europa erhöht, die Interoperabilität zwischen unabhängigen Infrastrukturen verbessert, die Umsetzung der FAIR-Prinzipien unterstützt, die Teilnahme an der EOSC Federation ermöglicht (ohne dass Organisationen ihre bestehenden Infrastrukturen neu gestalten müssen), und die Zusammenarbeit zwischen NFDI-Konsortien und europäischen Partnern gestärkt wird.

Adressierte Probleme

TA2-M1 geht auf verschiedene Herausforderungen ein, mit denen Forschungsinfrastrukturen konfrontiert sind, wie beispielsweise komplexe Interoperabilitätsanforderungen an unterschiedliche Metadatenschemata. TA2-M1 reagiert darauf mit der Entwicklung von auf das EOSC Interoperability Framework abgestimmten Mappings und Guidelines für die Verbesserung von Metadaten und deren Interoperabilität.

Aktuelle Projektphase

In der aktuellen Projektphase liegt der Schwerpunkt auf der Schaffung der für den Verbund erforderlichen Grundlagen. Zu den Aktivitäten gehören:

  • Analyse der EOSC-Interoperabilitätsanforderungen
  • Entwicklung von Metadaten-Mappings
  • Entwicklung von APIs, über die umfangreiche Metadatensätze von KonsortSWD durch EOSC geharvestet werden können (z.B. ein OAI-PMH-Endpoint zu OpenAIRE, der regelmäßig von EOSC geharvestet wird)
  • Guidelines für die KonsortSWD-RDCs bzgl. Verbesserung der Metadaten, um eine größere Sichtbarkeit bei EOSC zu erreichen
  • Entwurf von Onboarding-Workflows
  • Unterstützung des Prototyps des deutschen EOSC Nodes
  • Stakeholder-Koordination
  • Validierung von Integrationslösungen durch Pilotimplementierungen.

Erwartete Ergebnisse

Bis zum Abschluss der aktuellen Umsetzungsphase strebt TA2-M1 an:

  • Exploration von Lösungen: Analyse des Metadatenschemas, der APIs, der Protokolle und der Anforderungen der EOSC Federation.
  • Konzeption: Entwicklung eines Metadaten-Mapping-Konzepts, das beschreibt, wie die Metadaten von KonsortSWD und ausgewählten RDCs auf das Metadatenmodell bzw. des Interoperability Frameworks des EOSC EU Node abgebildet werden können.
  • Implementierung: Bereitstellung der Metadaten-Mappings für ausgewählte RDCs gemäß dem EOSC Federation Handbook sowie Aktualisierung der entsprechenden Suchindizes.
  • Evaluation und Guidelines: Evaluation der Implementierung und Erstellung eines Evaluationsberichtes sowie einer Implementierungs-Guideline zur Unterstützung anderer NFDI-Konsortien und RDCs bei der Anbindung an den EOSC EU Node.

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