Zum Hauptinhalt

Enthüllungsrisiko beim Remote Access: Die Schwerpunkteigenschaft der Regressionsgerade

Publikationsdetails

Autoren:
Alexander Vogel
Nummer:
174/2011

Zusammenfassung
In der Literatur wird zunehmend untersucht, inwieweit Enthüllungsrisiken durch multivariate Analysemethoden beim indirekten Mikrodatenzugang über die kontrollierte Datenfernverarbeitung (Remote Access) bestehen. Daran anschließend zeigt der Beitrag, wie die Schwerpunkteigenschaft der Regressionsgerade von einem Datenangreifer für Enthüllungen genutzt werden könnte. Dabei wird sowohl auf Enthüllungsmöglichkeiten durch gezielt erstellte (strategische) Variablen als auch auf die Offenlegung geheim zu haltender Merkmalssummen natürlich vorkommender (also nicht gezielt erstellter) Variablen eingegangen. Hinsichtlich der Geheimhaltungsprüfung wird deutlich, dass es nicht ausreichend ist, ein einfaches Kriterium wie die in das Regressionsmodell eingehende Anzahl der Beobachtungen zu Grunde zu legen. Um Enthüllungen auf Grundlage der Schwerpunkteigenschaft zu verhindern ist vielmehr eine Überprüfung jeder einzelnen im Regressionsmodell verwendeten Variable notwendig.

Schlüsselwörter: Enthüllungsrisiko, Schwerpunkteigenschaft der Regressionsgerade, Kontrollierte Datenfernverarbeitung, Forschungsdatenzentrum