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ERNA – ERfrischend NAchhaltig: Händewaschen zur Gewohnheit machen – Studie zum Aufbau von Händewaschgewohnheiten

MSB Medical School Berlin; Freie Universität Berlin

Vom 12.07. bis zum 25.07. haben Gesundheitspsycholog*innen der Freien Universität Berlin und der MSB Medical School Berlin für eine Studie zum Aufbau von Händewaschgewohnheiten Teilnehmer*innen rekrutiert und in die Studie eingeschlossen.

  • Disziplin: Gesundheit, Psychologie
  • Forschungsmethode: Mixed Methods
  • Forschungsdesign: Primärerhebung, Offene Befragung (selbstselektiert)
  • Erhebungsstatus: Erhebung abgeschlossen

Ziel der Studie

Gewohnheiten sind Verhaltensweisen, die quasi wie von selbst ablaufen, ohne dass man groß darüber nachdenken muss. In der angewandten Forschung hat sich gezeigt, dass es besonders leicht ist, Gewohnheiten zu bilden, wenn man das gewünschte Verhalten an bestimmte „persönliche Auslöser“ koppelt. Das können zum Beispiel Orte oder bestehende Alltags-Routinen sein. Der Schlüssel zur erfolgreichen Gewohnheitsbildung liegt darin, ein Verhalten immer dann auszuführen, wenn der persönliche Auslöser auftritt (z.B. die Hände onach dem Ankommen auf der Arbeit zu waschen). Zu Beginn erfordert dies einiges an Gedächtnis- und Willensleistung. Mit der Zeit reduziert sich dieser Aufwand aber, sodass irgendwann der persönliche Auslöser allein ausreicht, um das neue Verhalten automatisch auszuführen: Eine neue Gewohnheit ist entstanden.

Ziel dieser online-gestützten Tagebuchstudie wares zu untersuchen, wie man das Hygieneverhalten Händewaschen in bisher eher unüblichen Situationen zur Gewohnheit machen kann. Alle Personen erhielten daher bei Studienbeginn die Aufgabe, das Händewaschen in bis zu zwei bestehende Alltagssituationen einzubetten, welche bisher nicht zu automatisiertem Händewaschverhalten führten (Beispiel für einen persönlichen Auslöser: „Wenn ich auf der Arbeit ankomme“). Anschließend wurden alle Personen dazu aufgefordert, sich jedes Mal bei Auftreten ihrer/s persönlichen Auslöser/s die Hände zu waschen.

Studiendesign/Umsetzung

Um zu verfolgen, auf welche Art und Weise und wie schnell Händewaschen in den neuen Alltagssituationen zur Gewohnheit wird, wurden alle Teilnehmenden über einen Zeitraum von 86 Tagen zu täglichen Kurzbefragungen (je 2-3 Minuten) eingeladen. Außerdem wurden größere Befragungen stattfinden: Zum Studienbeginn (ca. 15 Minuten) sowie 25, 50, 75 und 100 (je 7-12 Minuten) Tage später.