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Wahl des RatSWD 2026 – Kandidierende

Die Wahl der Berufungsvorschläge aus der Wissenschaft für die 9. Berufungsperiode findet vom 2. bis 29. März 2026 statt.

Kandidatinnen

Prof. Dr. Kathrin Ackermann – Universität Siegen

Bildquelle: privat

Nominiert durch: Deutsche Gesellschaft für Politikwissenschaft (DGfP), Deutsche Vereinigung für Politikwissenschaft (DVPW)

Aktuelle Position:

  • Universität Siegen
  • Seminar für Sozialwissenschaften
  • Professur für Politikwissenschaft – Politisches System der Bundesrepublik Deutschland

Forschungsschwerpunkte / Interessengebiete:

  • Empirische Demokratieforschung
  • Politische Einstellungsforschung
  • Politische Verhaltensforschung
  • Partizipationsforschung
  • Politische Psychologie

Lebenslauf:

  • Mitglied in der Studien-Koordinationsgruppe ALLBUS (KG ALLBUS) und im Präsidium der Deutschen Gesellschaft für Wahlforschung (DGfW)
  • Seit 05/2023 Professorin für Politikwissenschaft am Seminar für Sozialwissenschaften der Universität Siegen
  • 2019 – 2023 Juniorprofessorin für Empirische Partizipationsforschung am Institut für Politikwissenschaft der Universität Heidelberg
  • 2017 – 2019 Post-Doc an der Universiteit van Amsterdam und der Goethe-Universität Frankfurt am Main
  • 2012 – 2017 Promotion am Institut für Politikwissenschaft der Universität Bern
  • 2006 – 2012 BA- und MA-Studium Politik- und Verwaltungswissenschaft an der Universität Konstanz

Ein kurzes Statement hinsichtlich Ihrer Motivation zur Kandidatur:

Um wichtige gesellschaftliche Fragestellungen untersuchen zu können, sind die Sozialwissenschaften auf einen nachhaltigen, sicheren und rechtssicheren Zugang zu vielfältigen Daten angewiesen, beispielsweise zu administrativen Daten, amtlicher Statistik, Befragungsdaten oder digitalen Verhaltensdaten. Dieser Zugang ist jedoch bislang nicht immer gewährleistet. Zahlreiche relevante Datenbestände sind derzeit gar nicht oder nur unter erheblichen Einschränkungen nutzbar. Vor diesem Hintergrund möchte ich mich im RatSWD für eine verantwortungsvolle und zukunftsgerichtete Forschungsdatenpolitik engagieren. Ich möchte zur Weiterentwicklung von Standards und Rahmenbedingungen beitragen, die den nachhaltigen Aufbau einer leistungsfähigen und forschungsfreundlichen Dateninfrastruktur ermöglichen.

PD Dr. Cora Bender – Universität zu Köln

Nominiert durch: Deutsche Gesellschaft für Sozial- und Kulturanthropologie (DGSKA), Deutsche Gesellschaft für Empirische Kulturwissenschaft (DGEKW)

Aktuelle Position:

  • Institut für Ethnologie, Universität zu Köln
  • Zentrum für Medien- und Moderneforschung, Universität zu Köln

Forschungsschwerpunkte / Interessengebiete:

  • Medienethnologie
  • Politische Souveränität / Gesundheit
  • Indigenes Nordamerika

Lebenslauf:

  • Seit 2025 Vorstand der Deutschen Gesellschaft für Sozial- und Kulturanthropologie
  • Mitglied in der Thematic Area „Museum & Heritage Studies“, GSSC – UzK
  • Seit 2021 Wiss. Koordinatorin Zentrum für Medien- und Moderneforschung, UzK
  • 2012-2021 Wiss. Mitarbeiterin und Mitantragstellerin GRK „Locating Media“, Universität Siegen
  • 2012 – 2018 Gast- und Vertretungsprofessuren in München, Heidelberg, Bremen und Austin (Texas)
  • 2020 Habilitation mit Venia Legendi in Ethnologie und Kulturwissenschaft (Habilitationsschrift: „Precarious Sovereignty in Indian Country: Medicine, Media and the Positioning of Anthropology“)

Ein kurzes Statement hinsichtlich Ihrer Motivation zur Kandidatur:

Ich kandidiere für den RatSWD, weil mir gute wissenschaftliche Praxis, transparente Forschungsdaten und verlässliche Infrastrukturen sehr am Herzen liegen. Der RatSWD spielt eine zentrale Rolle dabei, die Interessen der Wissenschaftscommunity mit den Anforderungen von Politik und Gesellschaft zu verbinden. Als Ethnologin mit Forschungsschwerpunkten in der Medien- und politischen Ethnologie, zu Körper, Gesundheit und Kulturtheorie sowie mit regionalem Fokus auf Nordamerika und Europa möchte ich meine fachliche Perspektive einbringen, um den reflektierten Umgang mit sensiblen Daten und kontextgebundenem Wissen im RatSWD zu stärken.

Prof. Dr. Sarah Friedrich-Welz – Universität Augsburg

Bildquelle: Universitätsmedizin Göttingen

Nominiert durch: Deutsche Statistische Gesellschaft (DStatG)

Aktuelle Position:

  • Universität Augsburg
  • Institut für Mathematik
  • Mathematical Statistics and Artificial Intelligence in Medicine

Forschungsschwerpunkte / Interessengebiete:

  • Medizinische Statistik
  • Survival Analysis
  • Resampling- und Bootstrap-Verfahren
  • Statistik und KI

Lebenslauf:

  • seit 2021: Professorin für Mathematische Statistik und Künstliche Intelligenz in der Medizin an der Universität Augsburg
  • seit 2019: Schriftführerin der Deutschen Arbeitsgemeinschaft Statistik (DAGStat e.V.)
  • 2019 – 2021: Juniorprofessorin für Computational Statistics an der Universitätsmedizin Göttingen
  • 2018/19: Post-Doc, Section of Biostatistics, Universität Kopenhagen, Dänemark
  • 2017: Promotion (Dr. rer. nat.) an der Universität Ulm zum Thema „ Permutation- and resampling-based inference for semi- and nonparametric effects in dependent data“

Ein kurzes Statement hinsichtlich Ihrer Motivation zur Kandidatur:

Daten spielen gerade in Zeiten von künstlicher Intelligenz und maschinellem Lernen eine zentrale Rolle für gesellschaftliche Entwicklungen. Als Professorin für medizinische Statistik erlebe ich täglich, wie wichtig es ist, den gesamten Prozess der Wissensgenerierung aus Daten – von der Fragestellung über Studiendesign und Analyse bis zur Interpretation – methodisch fundiert zu begleiten. Dieses Verständnis möchte ich in die Arbeit des RatSWD einbringen, um evidenzbasierte politische Entscheidungen zu fördern.

Prof. Kathrine von Graevenitz, PhD – Universität Mannheim

Bildquelle: Anna Logue

Nominiert durch: Verein für Socialpolitik (VfS), Deutsche Gesellschaft für Gesundheitsökonomie (dggö)

Aktuelle Position:

  • Stellv. Leiterin, Umwelt- und Klimaökonomik, ZEW Mannheim
  • Professorin, Empirische Umweltökonomik, Abteilung VWL, Universität Mannheim

Forschungsschwerpunkte / Interessengebiete:

  • Umweltökonomik
  • Industrieökonomik
  • Regionalökonomik

Lebenslauf:

  • Seit 2024, Mitglied im Ökonominnennetzwerk des BMWE
  • Seit 2019 Mitglied im Wissenschaftlichen Beraterkreis der Forschungsdatenzentren der statistischen Ämter
  • Seit 2014 am ZEW in Mannheim
  • 2013: Promotion in Umweltökonomik, Universität Kopenhagen, Dänemark
  • 2009-2012: Senior Economist, Dänischer Sachverständigenrat

Ein kurzes Statement hinsichtlich Ihrer Motivation zur Kandidatur:

Ich bin Dänin und arbeite seit 13 Jahren in Deutschland als Ökonomin mit Schwerpunkt empirische Umweltökonomie. Hochwertige Datenprodukte wie die Amtlichen Firmendaten für Deutschland sind die Basis meiner Forschung. Seit sieben Jahren setze ich mich für besseren Datenzugang und ein erweitertes Angebot amtlicher Mikrodaten ein, unter anderem als Mitglied des wissenschaftlichen Beratungskreises der Forschungsdatenzentren der statistischen Ämter. Im RatSWD möchte ich meine Erfahrungen mit amtlichen Mikrodaten in Deutschland und Dänemark einbringen, um internationale Vergleichsperspektiven auf Datenzugang und Geheimhaltungspraxis nutzbar zu machen. Ziel ist es, die Umsetzung des Forschungsdatengesetzes zu unterstützen und das forschungsorientierte Angebot der amtlichen Statistik zu stärken.

Prof. Dr. Nina Jude – Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg

Bildquelle: Jürgen Matern

Nominiert durch: Gesellschaft für Empirische Bildungsforschung (GEBF)

Aktuelle Position:

  • Professorin für Bildungswissenschaft mit dem Schwerpunkt nationale und internationale Bildungsstudien, Institut für Bildungswissenschaft, Universität Heidelberg
  • Mitglied der OECD Questionnaire Expert Group des Programme for International Student Assessment (PISA) 2025
  • Vorsitzende des Praxis- und Wissenschaftsbeirates des Instituts für Bildungsmonitoring und Qualitätsentwicklung Hamburg

Forschungsschwerpunkte / Interessengebiete:

  • Indikatoren von Bildungsqualität im internationalen Vergleich
  • Validität der Erfassung von Kontextfaktoren der Bildung
  • Educational Governance und Bildungsmonitoring
  • Qualitätsentwicklung im Schulsystem

Lebenslauf:

  • Seit 10/2020 Professur mit dem Schwerpunkt nationale und internationale Bildungsstudien, Universität Heidelberg
  • 10/2021 – 09/2025 Geschäftsführende Direktorin des Instituts für Bildungswissenschaft, Universität Heidelberg
  • 01/2020 – 09/2020, Senior Researcher am Zentrum für technologiebasiertes Assessment, DIPF | Leibniz-Institut für Bildungsforschung und Bildungsinformation Frankfurt am Main
  • 01/2009 – 12/2019 Senior Researcher und wissenschaftliches Projektmanagement, DIPF | Leibniz-Institut für Bildungsforschung und Bildungsinformation Frankfurt am Main
  • 2008 Promotion in Psychologie, Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt am Main

Ein kurzes Statement hinsichtlich Ihrer Motivation zur Kandidatur:

Bildungsforschung, Bildungsadministration und Bildungspraxis sind auf valide, gut zugängliche und aussagekräftige Daten angewiesen. Für die stetige Weiterentwicklung und Qualitätssicherung unseres Bildungssystems benötigen wir eine angemessen nutzbare, datenbezogene Infrastruktur. Aufgrund meiner langjährigen Arbeit in nationalen und internationalen Expertengremien ist mir die Verantwortung bewusst, die mit der Auswahl von Indikatoren z.B. für datengestütztes Monitoring und daraus abgeleiteten, gesellschaftlich relevanten Entscheidungen einhergeht. Dafür bedarf es kontextsensibler und methodisch reflektierter Daten, die langfristige Entwicklungen abbilden lassen und anschlussfähig sind an die Bedarfe unterschiedlicher Akteursgruppe. Mit dieser Perspektive würde ich mich freuen, die Arbeit des RatSWD unterstützen zu können.

Prof. Dr. Corinna Kleinert – Otto-Friedrich-Universität Bamberg

Nominiert durch: Akademie für Soziologie (AS), Deutsche Gesellschaft für Soziologie (DGS)

Aktuelle Position:

  • Professorin für Soziologie mit dem Schwerpunkt längsschnittliche Bildungsforschung, Institut für Soziologie, Universität Bamberg
  • Stellvertretende Direktorin des Leibniz-Instituts für Bildungsverläufe (LIfBi)
  • Mitglied des RatSWD in der 8. Berufungsperiode

Forschungsschwerpunkte / Interessengebiete:

  • Soziale Ungleichheiten in Bildungs- und Erwerbsverläufen
  • Bildungsentscheidungen und Übergänge zwischen Bildungsstationen
  • Längsschnittliche Surveymethoden
  • Erfassung und Analyse von Lebens- und Bildungsverläufen

Lebenslauf:

  • Seit 2021 stellvertretende Direktorin des Leibniz-Instituts für Bildungsverläufe
  • Seit 2015 Professorin für Soziologie mit dem Schwerpunkt längsschnittliche Bildungsforschung an der Universität Bamberg und Leiterin der Abteilung “Bildungsentscheidungen und -prozesse, Migration, Bildungsrenditen” am Leibniz-Institut für Bildungsverläufe
  • 2003–2017 wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB)
  • 2003 Promotion im Fach Soziologie, Sozialwissenschaftliche Fakultät, Ludwig-Maximilians-Universität München
  • 2002–2003 wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Soziologie, Ludwig-Maximilians-Universität München
  • 1995–2000 wissenschaftliche Referentin am Deutschen Jugendinstitut (DJI)

Ein kurzes Statement hinsichtlich Ihrer Motivation zur Kandidatur:

Meine erste Amtszeit hat mir Gelegenheit gegeben, mich in die komplexe Arbeit des RatSWD einzuarbeiten. Darauf möchte ich nun aufbauen. Meine Vision für die Datenlandschaft für die Sozialwissenschaften in Deutschland liegt in der Integration von längsschnittlichen Befragungsdaten und den vielfältigen administrativen Längsschnittdaten. Ich möchte weiterhin dazu beitragen, diese Daten nach dem Vorbild europäischer Nachbarländer für die Forschung zu öffnen und miteinander zu integrieren, um diese effizient zu nutzen, konkurrenzfähige Forschung zu ermöglichen und Politik und Öffentlichkeit evidenzbasiert zu beraten. Mein besonderes Anliegen gilt dabei der Verbesserung der Dateninfrastruktur im Bereich der Bildungsforschung.

Prof. Dr. Agnes Koschmider – Universität Bayreuth

Bildquelle: privat

Nominiert durch: Gesellschaft für Informatik (GI)

Aktuelle Position:

  • Professorin an der Universität Bayreuth
  • Professur für Wirtschaftsinformatik und Process Analytics

Forschungsschwerpunkte / Interessengebiete:

  • Erklärbarkeit datengetriebener Modelle
  • Methodische Herausforderungen datenintensiver Systeme
  • Forschungsdatenmanagement als Grundlage reproduzierbarer Wissenschaft

Lebenslauf:

  • W3 Professorin für Wirtschaftsinformatik, Universität Bayreuth
  • W2 Professorin für Wirtschaftsinformatik, Christian-Albrechts-Universität zu Kiel
  • Habilitation in Angewandter Informatik, Karlsruher Institut für Technologie
  • Dissertation am Karlsruher Institut für Technologie, ehemals Universität Karlsruhe
  • Studium, Wolfgang-Goethe Universität Frankfurt

Ein kurzes Statement hinsichtlich Ihrer Motivation zur Kandidatur:

Ich kandidiere für den Rat für Sozial- und Wirtschaftsdaten, weil mir die Qualität, Transparenz und Nachhaltigkeit wissenschaftlicher Forschung sehr wichtig ist. Ein entscheidendes Fundament hierfür ist ein solides Forschungsdatenmanagement. Es bildet die Grundlage für Reproduzierbarkeit und Nachvollziehbarkeit von Forschungsergebnissen und stärkt damit das Vertrauen in wissenschaftliche Ergebnisse. In Zeiten datengetriebener Forschung ist ein verantwortungsvoller und strukturierter Umgang mit Forschungsdaten entscheidend, um Erkenntnisse langfristig nutzbar zu machen. Darüber hinaus liegt mir das Thema der Erklärbarkeit von künstlicher Intelligenz (KI) besonders am Herzen. Ohne nachvollziehbare und dokumentierte Datengrundlagen kann KI weder transparent noch vertrauenswürdig sein. Ein systematisches Forschungsdatenmanagement ist somit auch eine Voraussetzung für vertrauenswürdige und erklärbare KI-Anwendungen in den Wirtschafts- und Sozialwissenschaften.

Prof. Dr. Nina Schwaiger – Technische Universität Darmstadt

Bildquelle: TU Darmstadt/Paul Glogowski

Nominiert durch: Verband der Hochschullehrerinnen und Hochschullehrer für Betriebswirtschaft (VHB)

Aktuelle Position:

  • Technische Universität Darmstadt
  • Fachbereich Rechts- und Wirtschaftswissenschaften
  • Leiterin des Fachgebiets Rechnungswesen

Forschungsschwerpunkte / Interessengebiete:

  • Performancemessung
  • Zielsetzungsprozesse
  • Anreizsysteme
  • Unternehmensberichterstattung

Lebenslauf:

  • Studium der Betriebswirtschaftslehre an der Ludwig-Maximilians-Universität in München (2009-2016)
  • Promotion am Institut für Unternehmensrechnung und Controlling an der Ludwig-Maximilians-Universität in München (2018)
  • Habilitation am Institut für Unternehmensrechnung und Controlling an der Ludwig-Maximilians-Universität in München (2025)
  • Seit September 2025 Professorin an der Technischen Universität Darmstadt, Leiterin des Fachgebiets Rechnungswesen
  • Principal Investigator im durch die Deutsche Forschungsgemeinschaft geförderten Sonderforschungsbereichs TRR 266 Accounting for Transparency

Ein kurzes Statement hinsichtlich Ihrer Motivation zur Kandidatur:

Als Professorin für Rechnungswesen beschäftige ich mich mit der empirischen Analyse von Unternehmensdaten sowie Fragen der Datenqualität, Reproduzierbarkeit und Transparenz. Im RatSWD möchte ich mich für die Weiterentwicklung einer leistungsfähigen, zugänglichen und verantwortungsvollen Forschungsdateninfrastruktur einsetzen. Besonders wichtig sind mir die Stärkung empirischer Sozial- und Wirtschaftsforschung, klare Standards im Umgang mit sensiblen Daten sowie der Dialog zwischen Wissenschaft, Datenproduzenten und Politik.

Prof. Dr. Mirja Silkenbeumer – Goethe-Universität Frankfurt

Bildquelle: Uwe Dettmar

Nominiert durch: Deutsche Gesellschaft für Erziehungswissenschaft (DGfE)

Aktuelle Position:

  • Goethe-Universität Frankfurt, Fachbereich Erziehungswissenschaften, Institut für Sonderpädagogik
  • Professorin für Erziehungswissenschaft mit Schwerpunkt Förderung der emotionalen und sozialen Entwicklung und des Lernens
  • Leitung des Arbeitsbereichs ‚Professionelles Fallverstehen‘

Forschungsschwerpunkte / Interessengebiete:

  • Fallrekonstruktive Jugend- und Familienforschung
  • Biographien und Bildungsverläufe von Schüler:innen
  • Qualitative Längsschnittstudien und Sozialisationsforschung
  • Psychosoziale Krisen und pädagogisches Handeln
  • Archivierung und Nachnutzung von Forschungsdaten aus der qualitativen Bildungsforschung

Lebenslauf:

  • seit 10/2020 Leitung der Forschungsdatenplattform QualiBi – Daten der qualitativen Bildungsforschung
  • seit 10/2015 Professorin für Erziehungswissenschaft, Goethe-Universität Frankfurt
  • 2014-2015 Vertretung der Professur Bildungsforschung, Leibniz Universität Hannover
  • 2011-2014 Wissenschaftliche Mitarbeiterin, Arbeitsbereich Schul- und Professionsforschung, Institut für Erziehungswissenschaft, Leibniz Universität Hannover
  • 2009-2011 Vertretungen von Professuren in der Sonderpädagogik an der Leibniz Universität Hannover und der Universität Bielefeld
  • 2006 Promotion zur Dr. phil., Leibniz Universität Hannover

Ein kurzes Statement hinsichtlich Ihrer Motivation zur Kandidatur:

Im Kontext von Open Science und eines zunehmend etablierten nachhaltigen Forschungsdatenmanagements geht es mir darum, die Besonderheiten qualitativer Forschungszugänge und Daten noch stärker in den Blick zu nehmen. Die Entwicklung verantwortungsvoller Infrastrukturen für hochsensible Daten, die Schutz bieten und zugleich dazu beitragen, dass die Stimmen jener Menschen nicht verstummen, die als besonders vulnerabel gelten, sehe ich als zu bearbeitende Herausforderung. Erforderlich sind forschungsethische Standards für eine verantwortliche Datennachnutzung einschließlich der Reflexion über die besondere Sichtbarkeit Forschender in bestimmten qualitativen Forschungsfeldern. Wichtige Themen, denen ich mich widmen möchte, sind zudem Deanonymisierungsrisiken durch KI, der Ausbau sicherer Speicher- und Bereitstellungsmöglichkeiten sowie die kritische Bestimmung der Grenzen von Standardisierbarkeit im Forschungsdatenmanagement qualitativer Forschungsdaten.

Prof. Dr. Renate Soellner – Universität Hildesheim

Bildquelle: Fotostudio Photo-Max

Nominiert durch: Deutsche Gesellschaft für Psychologie (DGPs)

Aktuelle Position:

  • Universität Hildesheim
  • Institut für Psychologie
  • Methodenlehre

Forschungsschwerpunkte / Interessengebiete:

  • Evaluation und Qualitätssicherung in psychosozialen Handlungsfeldern (Gesundheitsförderung und Prävention)
  • Gesundheits- und Problemverhalten Jugendlicher und junger Erwachsener
  • Kultur und psychische Gesundheit

Lebenslauf:

  • Seit 2009: Professur für Methodenlehre, Universität Hildesheim
  • 2013-2017: Vizepräsidentin für Forschung und wissenschaftlichen Nachwuchs
  • 2003-2009: Juniorprofessur für Evaluation, Qualitätssicherung und Qualitätsmanagement in Erziehungswissenschaft und Psychologie, Freie Universität Berlin
  • 1999-2003: wissenschaftliche Assistentin (C1), Arbeitsbereich Methodenlehre, Institut für Psychologie, Freie Universität Berlin
  • 1992-1998: wiss. Mitarbeiterin; Promotion, Freie Universität Berlin
  • 1991: Diplom in Psychologie, Technische Universität Berlin

Ein kurzes Statement hinsichtlich Ihrer Motivation zur Kandidatur:

Seit meinem Studium ist es mir ein Anliegen zu vermitteln, wie statistische Daten entstehen, aufbereitet und fundiert interpretiert werden. Als Professorin für Methodenlehre in der Psychologie möchte ich im RatSWD dazu beitragen, den Zugang zu Datenregistern zu stärken, deren Vernetzung voranzutreiben und das Potenzial von Sekundärdatenanalysen für vielfältige Fragestellungen sichtbarer zu machen. Inhaltlich liegt mein Schwerpunkt auf der Gesundheitsforschung, insbesondere der mentalen Gesundheit von Kindern und jungen Erwachsenen sowie der Gesundheitsförderung und Prävention. Mit meiner Tätigkeit im RatSWD möchte ich evidenzbasierte Entscheidungsprozesse unterstützen und so Vertrauen in Wissenschaft und Politik stärken.

Kandidaten

Prof. Dr. Michael Bollig – Universität zu Köln

Bildquelle: Universität zu Köln

Nominiert durch: Deutsche Gesellschaft für Sozial- und Kulturanthropologie (DGSKA), Deutsche Gesellschaft für Empirische Kulturwissenschaft (DGEKW)

Aktuelle Position:

  • Professor, Ethnologie
  • Stellvertr. Sprecher SFB TR 228 Future Rural Africa
  • 2019-2024 Sprecher des Global South Studies Centre der Universität zu Köln

Forschungsschwerpunkte / Interessengebiete:

  • Klimawandel-Folgen
  • Conservation Humanities
  • Rural Transformation in Africa

Lebenslauf:

  • Studium der Ethnologie, Geschichte, Agrarsoziologie, Afrikanistik in Bonn und Köln
  • 1991 Promotion Universität Tübingen
  • 1999 Habilitation Universität zu Köln
  • Seit 2000 Professor für Ethnologie an der Universität zu Köln
  • 2010-2015 Prorektor für Internationale Angelegenheiten
  • 2019-2026 Mitglied des Deutschen Kommittess für Nachhaltigkeit

Ein kurzes Statement hinsichtlich Ihrer Motivation zur Kandidatur:

Dateninfrastukturen, Datensicherheit und Archivierung von Daten spielen in den Kulturwissenschaften eine zunehmend prominente Rolle ein. Dabei ist der Umgang mit Daten, die in außereuropäischen oft auch indigenen Kontexten in kollaborativer Forschung erhoben wurden, mit besonderen Herausforderungen konfrontiert. Durch meine Mitarbeit im RatsWD möchte ich insbesondere die Belange kulturwissenschaftlicher Fächer mit nicht-europäischer Schwerpunktsetzung vertreten.

Prof. Dr. Jörg Drechsler – Ludwig-Maximilians-Universität München

Nominiert durch: Deutsche Statistische Gesellschaft (DStatG)

Aktuelle Position:

  • Bereichsleiter des Kompetenzzentrums Empirische Methoden am Institut für Arbeitsmarkt und Berufsforschung (IAB)
  • Professor für Statistik mit Schwerpunkt Datenerhebung und Data Science in der Arbeitsmarktforschung am Institut für Statistik der LMU München
  • Associate Research Professor, Joint Program in Survey Methodology, University of Maryland, USA

Forschungsschwerpunkte / Interessengebiete:

  • Datenzugang und Datenschutz
  • Statistische Inferenz bei unvollständigen Daten
  • Datenqualität

Lebenslauf:

  • Wissenschaftlicher Mitarbeiter, Institut für Arbeitsmarkt und Berufsforschung (IAB) (seit 2006)
  • Promotion an der Fakultät Sozial- und Wirtschaftswissenschaften der Otto-Friedrich-Universität Bamberg (2009)
  • Habilitation am Institut für Statistik, Ludwig-Maximilians-Universität München (2015)
  • Adjunct Assistant Professor (ab 2016), später Associate Research Professor (seit 2020), Joint Program in Survey Methodology, University of Maryland, USA
  • Honorarprofessor Universität Mannheim (2018-2024)
  • Leiter Kompetenzzentrum Empirische Methoden am IAB verbunden mit W3-Professur für Statistik mit Schwerpunkt Datenerhebung und Data Science in der Arbeitsmarktforschung am Institut für Statistik der LMU München (seit 2024)

Ein kurzes Statement hinsichtlich Ihrer Motivation zur Kandidatur:

Die Dateninfrastruktur in Deutschland steht vor großen Veränderungen. Neben den klassischen Datenprodukten auf Basis von Umfragen und administrativen Prozessen spielen auch sogenannte alternative Daten (Mobilfunkdaten, Social Media, Nicht-Zufallsstichproben, Silicon-Samples, etc.) eine zunehmend wichtige Rolle. Gleichzeitig steht die Umfrageforschung aufgrund steigender Kosten bei gleichzeitig sinkender Teilnahmebereitschaft vor großen Herausforderungen. Beide Entwicklungen werfen Fragen bezüglich der Qualität der erhobenen Daten auf. Die unreflektierte Nutzung der Daten kann zu Selektionsverzerrungen bei der Datenauswertung führen. Ich möchte meine statistisch-methodischen Kenntnisse einbringen, um gemeinsam mit dem RatSWD diesen Veränderungsprozess beratend zu begleiten, damit die sich bietenden Potenziale voll ausgeschöpft und gleichzeitig die Risiken einer unreflektierten Nutzung neuer Datenquellen minimiert werden können.

Prof. Dr. Thorsten Faas – Freie Universität Berlin

Bildquelle: Jamie Napier

Nominiert durch: Deutsche Vereinigung für Politikwissenschaft (DVPW), Deutsche Gesellschaft für Politikwissenschaft (DGfP)

Aktuelle Position:

  • Arbeitsstelle „Politische Soziologie der Bundesrepublik Deutschland“
  • Freie Universität Berlin, Otto-Suhr-Institut für Politikwissenschaft
  • Mitglied des RatSWD in der 8. Berufungsperiode

Forschungsschwerpunkte / Interessengebiete:

  • Wahlen und Wahlkämpfe
  • Nationale und internationale Wahlstudien
  • Politische Kommunikation
  • Sozialwissenschaftliche Methoden: Umfragen und Experimente

Lebenslauf:

  • Studium der Politikwissenschaft an der Otto-Friedrich-Universität Bamberg und der London School of Economics and Political Science
  • 2008 Promotion an der Universität Duisburg-Essen zum Thema „Arbeitslosigkeit und Wählerverhalten“
  • 2009-2012 Juniorprofessor für Politikwissenschaft, insbesondere Wählerverhalten an der Universität Mannheim
  • 2012-2017 Professor für Politikwissenschaft im Bereich „Empirische Politikforschung“ an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz
  • Seit 2017 Professor für Politikwissenschaft mit dem Schwerpunkt „Politische Soziologie der Bundesrepublik Deutschland“ am Otto-Suhr-Institut für Politikwissenschaft der Freien Universität Berlin
  • Mitglied im Vorstand der Deutschen Gesellschaft für Wahlforschung (DGfW), Mitglied der Koordinationsgruppe der „German Longitudinal Election Study“ sowie den Gremien der internationalen Wahlstudien CSES und CNEP

Ein kurzes Statement hinsichtlich Ihrer Motivation zur Kandidatur:

Politik und Gesellschaft ebenso wie Politik- und Sozialwissenschaften brauchen mehr denn je gute und leicht verfügbare Daten. In neuen Medien und sozialen Netzwerken finden wir dabei gigantische Datenmengen, zu denen die Wissenschaft aber nur bedingt Zugang hat. Ebenso gibt es weiterhin umfangreiche Datenbestände finanziert aus öffentlichen Mitteln, die der Wissenschaft nicht, nur schwer oder mit erheblichem Zeitverzug zur Verfügung stehen. Ich möchte mich dafür einsetzen, Zugänge zu bisher verschlossenen Daten zu eröffnen und dabei bestehende Qualitätsstandards zu sichern und weiterzuentwickeln.

Prof. Dr. Samuel Greiff – Technische Universität München

Bildquelle: Andreas Heddergott

Nominiert durch: Gesellschaft für Empirische Bildungsforschung (GEBF)

Aktuelle Position:

  • Technische Universität München, TUM School of Social Sciences and Technology, Zentrum für internationale Bildungsvergleichsstudien e. V.
  • Professor und Leiter des Lehrstuhls „Educational Monitoring & Effectiveness“
  • Vorstandsvorsitzender des Zentrums für internationale Bildungsvergleichsstudien (ZIB). e. V.
  • Leiter National Center PISA und National Project Manager PISA
  • Ständiges Mitglied der Ständigen Wissenschaftlichen Kommission (SWK)
  • Beratendes Mitglied der Steuerungsgruppe „Leistungsbewertung des deutschen Bildungssystems“

Forschungsschwerpunkte / Interessengebiete:

  • Nationale und internationale Bildungsvergleichsstudien („Large-Scale Assessments“) wie PISA, PIAAC, NEPS, z. B. hinsichtlich wissenschaftlicher und politischer Relevanz
  • Pädagogische Psychologie (z. B. Bildungsherausforderungen im 21. Jahrhundert, digitale Bildung)
  • Kognitions- und Persönlichkeitspsychologie (z. B. Metakognition, Selbstkonzept, Motivation)
  • Rahmenkonzepte und Methoden (z. B. Integration Künstlicher Intelligenz in Bildungsprozesse)

Lebenslauf:

  • 03/2024 – 09/2024:
    Professor für „Pädagogische Psychologie und Künstliche Intelligenz,
    Fakultät für Psychologie und Sport, Goethe-Universität Frankfurt
  • 03/2015 – 02/2024:
    Professor für „Educational Assessment and Psychology”,
    Institut für „Behavioral and Cognitive Sciences“, Universität Luxemburg (Luxemburg)
  • 10/2012 – 02/2024:
    Leiter der Forschungsgruppe „Cognition, Learning and Educational Assessment”,
    Institut für „Behavioral and Cognitive Sciences“, Universität Luxemburg (Luxemburg)
  • 02/2022 – 03/2023:
    Außerordentlicher Professor („Secondary Appointment“) für
    „Learning, Assessment, and Data Analytics“,
    Interdisziplinärer Center “SLATE”, Universität Bergen (Norwegen)
  • 12/2015 – 11/2019:
    Gastprofessor für „Educational Measurement“,
    Interdisziplinärer Center “CEMO”, Universität Oslo (Norwegen)
  • 10/2012 – 03/2018:
    ATTRACT-Fellow „Assessing Skills in the 21st Century”,
    Department “Educational Measurement and Applied Cognitive Sciences”,
    Universität Luxemburg (Luxemburg)

Ein kurzes Statement hinsichtlich Ihrer Motivation zur Kandidatur:

In einer Zeit des Umbruchs im Bildungssystem stehe ich für den offenen und verantwortungsvollen Umgang mit Bildungsdaten. Deren Erhebung ist für die Sicherung individueller und kollektiver Zukunftschancen essenziell, muss in einem belasteten System jedoch mit größtmöglicher Ökonomie und Verantwortung erfolgen. Ich trete daher für den Ausbau einer Dateninfrastruktur ein, die eine umfangreiche und gleichzeitig ethisch vertretbare sekundäranalytische Nutzung von Bildungsdaten ermöglicht. Als Vorstandsvorsitzender des Zentrums für internationale Bildungsvergleichsstudien (ZIB) e. V. greife ich dabei auf Erfahrungen im Datenmanagement für große Bildungsstudien wie PISA zurück. Als Mitglied des RatSWD möchte ich Fragen der Datenverfügbarkeit und der wissenschaftlichen Nutzung in Politik und Praxis einbringen und gestalten – für einen nachhaltigen Ausbau unserer nationalen Forschungsdateninfrastruktur.

Prof. Dr. Hendrik Jürges – Bergische Universität Wuppertal

Bildquelle: foto-monhof

Nominiert durch: Verein für Socialpolitik (VfS), Deutsche Gesellschaft für Gesundheitsökonomie (dggö)

Aktuelle Position:

  • Lehrstuhl für VWL, insb. Gesundheitsökonomik
    Schumpeter School of Business and Economics

Forschungsschwerpunkte / Interessengebiete:

  • Angewandte Mikroökonometrie
  • Gesundheitsökonomik
  • Bildungsökonomik

Lebenslauf:

  • Studium: Diplom-Volkswirt sozialwissenschaftlicher Richtung, Universität zu Köln; 1995; Promotion (Dr. rer. pol.), TU Dortmund 2000; Habilitation, Universität Mannheim 2006
  • Stellvertretender Koordinator des Survey of Health, Ageing and Retirement in Europe (SHARE) 2002-2010
  • Vorsitzender der Deutschen Gesellschaft für Gesundheitsökonomie (dggö), 2020-2021
  • Vorsitzender des Ausschusses für Gesundheitsökonomie im Verein für Socialpolitik, 2022-2025
  • Mitglied der Kommission für Forschungsdaten des Vereins für Socialpolitik, seit 2023

Ein kurzes Statement hinsichtlich Ihrer Motivation zur Kandidatur:

Als Datenproduzent (SHARE) und Nutzer sowohl von Survey- als auch von administrativen Daten, kenne ich die Herausforderungen des Datenzugangs “von beiden Seiten” und bringe das nötige Verständnis für die Belange und berechtigten Interessen aller Beteiligter mit. Ich will mich im RatSWD schwerpunktmäßig für die Erschließung und Verbesserung des Zugangs zu und der Verknüpfbarkeit von Individualdaten (Registerdaten, amtliche Statistik, Befragungen) für die sozial- und wirtschaftswissenschaftliche Gesundheits- und Bildungsforschung engagieren. Die internationale Konkurrenzfähigkeit der deutschen Forschung hängt entscheidend von der Gestaltung einer umfassenden Dateninfrastruktur ab. Mit meiner Kandidatur möchte ich gerade im Interesse des Nachwuchses beim nachhaltigen Ausbau dieser Infrastruktur helfen.

Prof. Dr. Fridtjof W. Nussbeck – Universität Konstanz

Nominiert durch: Deutsche Gesellschaft für Psychologie (DGPs)

Aktuelle Position:

  • Universität Konstanz
  • Psychologie
  • Methoden für intensive Daten in der Psychologie
  • Mitglied des RatSWD in der 8. Berufungsperiode

Forschungsschwerpunkte / Interessengebiete:

  • Longitudinal Data Analysis
  • Structural Equation Modelling
  • Dyadic Data Analysis
  • Social Relations Models

Lebenslauf:

  • Seit 2023 Mitglied im RatSWD und Co-Vorsitzender der AG Dateninfrastrukturen für Krisen
  • Seit 2019 Inhaber der Professur: „Methoden für intensive Daten in der Psychologie“ (Universität Konstanz)
  • 2012-2019 Inhaber der Professur: „Methoden und Evaluation“ (Universität Bielefeld)
  • 2008-2012 Oberassistent (Psychologie, Universität Zürich)
  • 2002-2008 wissenschaftlicher Mitarbeiter (Universität Koblenz-Landau; Université de Genève; Freie Universität Berlin)
  • 1996-2002 Studium der Psychologie (Universität Trier)

Ein kurzes Statement hinsichtlich Ihrer Motivation zur Kandidatur:

Offene und qualitätsgesicherte Daten sind die Grundlage guter Wissenschaft und somit auch guter Politikberatung. Damit die Wissenschaft in Deutschland das Potential der Daten nutzen kann, muss die Nationale Forschungsdateninfrastruktur gerade auch für sozialwissenschaftliche Fragestellungen konzipiert und aufgestellt sein. Daher möchte ich den RatSWD gerne als gewähltes Mitglied bei der Aufgabe unterstützen, der wissenschaftlichen Community der Sozialwissenschaften und Gehör zu verschaffen.

Prof. Dr. Fabian Pfeffer – Ludwig-Maximilians-Universität München

Bildquelle: Stella Traub

Nominiert durch: Akademie für Soziologie (AS)

Aktuelle Position:

  • W3 Professor, Ludwig-Maximilians-Universität München, Institut für Soziologie, Lehrstuhl für Soziale Ungleichheit und Soziale Strukturen
  • Direktor, Munich International Stone Center for Inequality Research, LMU München
  • Co-Direktor, Wealth and Mobility Study, University of Michigan

Forschungsschwerpunkte / Interessengebiete:

  • Soziale Ungleichheit
  • Soziale Mobilität
  • Internationaler Vergleich

Lebenslauf:

  • Studium der Volkswirtschaftslehre und Sozialwissenschaften, Universität zu Köln (2001-2004)
  • PhD in Soziologie, University of Wisconsin-Madison (2010)
  • Tätigkeit an der University of Michigan (ab 2010 als Faculty Research Fellow bis 2023 als Associate Professor)
  • Co-Investigator der Panel Study of Income Dynamics (2013-2023)
  • Gründungsdirektor des Stone Center for Inequality Dynamics (2020) sowie des Munich International Stone Center for Inequality Research (2024)

Ein kurzes Statement hinsichtlich Ihrer Motivation zur Kandidatur:

Im Rahmen meiner langjährigen Forschungstätigkeit in den USA war ich am Auf- und Ausbau wichtiger Sozial- und Wirtschaftsdateninfrastrukturen beteiligt, insbesondere als Co-Investigator der längsten national-repräsentativen Haushaltspanelstudie PSID (Panel Study of Income Dynamics) sowie als Gründungsdirektor der WAM (Wealth and Mobility) Study, die auf Steuer- und anderen administrative Daten beruht. Selbst in meinen letzten Jahren in den USA wurde mir die zunehmend prekäre Lage der dortigen Dateninfrastruktur bewusst. Gerade vor diesem Hintergrund halte ich den Schutz, den Ausbau und die Verbesserung der deutschen Dateninfrastruktur für überaus dringlich und wichtig und möchte mich gerne hierfür im Rahmen des RatSWD einsetzen.

Prof. Dr. Falk Radisch – Universität Rostock

Bildquelle: Uni Rostock

Nominiert durch: Deutsche Gesellschaft für Erziehungswissenschaft (DGfE)

Aktuelle Position:

  • Universität Rostock
  • Institut für Schulpädagogik und Bildungsforschung
  • Lehrstuhl Schulpädagogik mit den Schwerpunkten Schulforschung und Allgemeine Didaktik

Forschungsschwerpunkte / Interessengebiete:

  • Studienerfolg und Studienverlaufsdaten
  • Schulqualität und Schulentwicklung
  • Lehrkräftebildungsforschung
  • Lehrkräfteersatzbedarf

Lebenslauf:

  • 1997-2002 Studium der Diplom-Erziehungswissenschaften an der Pädagogischen Hochschule / Universität Erfurt, Schwerpunkt Bildungsplanung/Bildungsorganisation
  • 2002-2008 wiss. Mitarbeiter am DIPF Frankfurt am Main
  • 2008 Promotion an der Johann-Wolfgang-Goethe-Universität Frankfurt am Main (Prof. Dr. Eckhard Klieme)
  • 2008-2010 stellvertretender Leiter des Institut für Bildungsmanagement und Bildungsökonomie an der PH Zentralschweiz Zug(CH)
  • 2010-2013 Juniorprofessur für Quantitative Methoden der Bildungsforschung an der Bergischen Universität Wuppertal
  • Seit 2013 Professur für Schulpädagogik an der Universität Rostock

Ein kurzes Statement hinsichtlich Ihrer Motivation zur Kandidatur:

Ich möchte mich im RatSWD engagieren, um an der bundeseinheitlichen Qualitätsentwicklung amtlicher Daten vor allem aus dem Bildungsbereich sowie des Datenzugangs für Forschung mitzuwirken. Wichtige Punkte sind für mich das Bildungsregister, individuelle (Bildungs-)Verlaufsdaten sowie regionalisierte und verknüpfbare Daten aus unterschiedlichen Quellen, nicht zuletzt aufgrund meiner thematischen Forschungsschwerpunkte in der Schul- und Hochschulforschung.
Ein zweiter wichtiger Aspekt ist die kontinuierliche Weiterarbeit an Themen des Forschungsdatenmanagements und der Forschungsdateninfrastruktur – auch für qualitative Forschungsdaten. Im Bereich der Verknüpfungsmöglichkeiten, etwa mit Erhebungsinstrumentendatenbanken und der reflektierten Nutzung von KI sehe ich aktuell große Entwicklungspotentiale.

Prof. Dr. Lars Rinsdorf – Technische Hochschule Köln

Bildquelle: HdM Stuttgart

Nominiert durch: Deutsche Gesellschaft für Publizistik- und Kommunikationswissenschaft (DGPuK)

Aktuelle Position:

  • TH Köln
  • Institut für Informationswissenschaft
  • Professur für Medien- und Kommunikationswissenschaft

Forschungsschwerpunkte / Interessengebiete:

  • Politische Kommunikation, insbesondere Desinformation und Gegenöffentlichkeiten
  • Journalistische Qualität und publizistische Vielfalt
  • Innovation im Journalismus

Lebenslauf:

  • Seit 2023: Professor für Medien- und Kommunikationswissenschaft an der TH Köln
  • 2008 bis 2023: Professor für Verlagsmanagement und Journalistik an der HdM Stuttgart
  • 2003 bis 2008: Leitung Forschung und Service, Zeitungsgruppe Saarbrücker Zeitung
  • 2002: Promotion am Institut für Journalistik der TU Dortmund
  • 1997: Abschluss des Studiums der Journalistik und Raumplanung an der TU Dortmund

Ein kurzes Statement hinsichtlich Ihrer Motivation zur Kandidatur:

Die Kommunikationswissenschaft ist eine Integrationswissenschaft, die von der engen Zusammenarbeit mit anderen sozialwissenschaftlichen Disziplinen stark profitiert. Die Analyse kommunikativer Prozesse in einer digitalen Plattformöffentlichkeit erfordern innovative Zugänge zur Erhebung und zum Management von Forschungsdaten, gerade im Hinblick auf die Nachnutzung von Daten, verlässliche Infrastrukturen und die verantwortungsvolle Nutzung von KI in der Forschung. Hier möchte ich dazu beitragen, disziplinübergreifend Standards, Lösungen und Empfehlungen zu formulieren.

Prof. Dr. Bernt Schnettler – Universität Bayreuth

Bildquelle: privat

Nominiert durch: Deutsche Gesellschaft für Soziologie (DGS)

Aktuelle Position:

  • Universität Bayreuth
  • Kulturwissenschaftliche Fakultät
  • Lehrstuhl für Kultur- und Religionssoziologie (seit 2009)

Forschungsschwerpunkte / Interessengebiete:

  • Wissens- und Kultursoziologie
  • Qualitative Methoden
  • Visuelle Soziologie, Videografie und visuelle Methoden
  • Soziologische Theorie und Geschichte soziologischen Denkens
  • Neue Sozialformen der Religion und Transzendenzerfahrungen

Lebenslauf:

  • 1990–1991 Studien in Philosophie und Hispanistik in Madrid, 1991–1998 Studium der Soziologie und Psychologie in Konstanz (M.A. 1998)
  • 1998–2002 wiss. Mitarbeiter, Universität Konstanz, 2002–2009 wiss. Mitarbeiter/wiss. Assistent, TU Berlin
  • 2004 Promotion in Soziologie, TU Berlin, anschließend Habilitation
  • seit 2000 Mitglied der Sektion Wissenssoziologie (2005–2012 und 2014–2020 im Vorstand), seit 2002 der Sektion Qualitative Forschung und seit 1999 der Sektion Religionssoziologie der Deutschen Gesellschaft für Soziologie
  • 2013–2019 Prodekan der Kulturwissenschaftlichen Fakultät der Universität Bayreuth
  • 2011–2013 Chair des ESA Research Network Qualitative Methods, seitdem Mitglied im Senior Board

Ein kurzes Statement hinsichtlich Ihrer Motivation zur Kandidatur:

An der Schnittstelle von Sozialforschung und Forschungsdatenmanagement setze ich mich für Anliegen der praktisch Forschenden ein. Mein Schwerpunkt liegt in der qualitativen Forschung bei gleichzeitiger Offenheit für quantitative Zugänge. Als Soziologe forsche ich in interdisziplinären Kontexten, unter anderem mit Linguistik, Religionswissenschaft, Theologien und Anthropologie. Meine Erfahrungen aus internationalen Forschungszusammenhängen, einschließlich Kooperationen mit Forschenden aus dem Globaler Süden, möchte ich in die Arbeit am Rat SWD einfließen lassen und für deren Herausforderungen sensibilisieren. Ein besonderes Anliegen ist mir ein den Anforderungen qualitativer Forschung angemessenes Forschungsdatenmanagement, das der Vielfalt von Datentypen, ihrer Archivierung, Nachnutzung sowie insbesondere (audio-)visuellen Daten gerecht wird.

Prof. Dr. Markus Strohmaier – Universität Mannheim

Bildquelle: Katrin Glückler

Nominiert durch: Gesellschaft für Informatik (GI)

Aktuelle Position:

  • Chair for Data-Science in the Economic and Social Sciences
  • Business School, University of Mannheim
  • Mannheim Center for Data-Science

Forschungsschwerpunkte / Interessengebiete:

  • Computational Social Science, In-Silico Social Experiments
  • Network- and Data Science
  • Natural Language Processing and Large Language Models

Lebenslauf:

  • 2022-jetzt Universität Mannheim, Lehrstuhl für Data-Science in den Wirtschafts- und Sozialwissenschaften
  • 2017-2021 RWTH Aachen Universität, Lehrstuhl für Methodik und Theorie computerbasierter Geistes- und Sozialwissenschaften
  • 2013-2017 Universität Koblenz – Landau, Professor für Web-Science
  • 2013-2017 Gründer und wiss. Direktor der Abteilung Computational Social Science bei GESIS – Leibniz Institute für die Sozialwissenschaften
  • 2007-2013 Univ. Ass. an der TU Graz, Österreich (Habilitation)

Ein kurzes Statement hinsichtlich Ihrer Motivation zur Kandidatur:

Meine Motivation zur Kandidatur für den Rat für Sozial- und Wirtschaftsdaten (RatSWD) begründet sich mit meiner langjährigen Arbeit an der Schnittstelle von empirischer Sozialforschung, datenintensiven Methoden und digitalen Infrastrukturen für die Wissenschaft. Ich sehe den RatSWD als zentrales Gremium, um Qualität, Zugänglichkeit und Zukunftsfähigkeit der Forschungsdatenlandschaft in Deutschland aktiv mitzugestalten. Insbesondere möchte ich meine Expertise in Computational Social Science, neuen Datentypen (digitale Verhaltensdaten, KI-basierte Verfahren) sowie Fragen der Reproduzierbarkeit, Governance und verantwortungsvollen Datennutzung einbringen, um den Dialog zwischen Datenproduzenten, Infrastrukturakteuren und der Forschungsgemeinschaft weiter zu stärken.

Prof. Dr. Michael Wolff – Georg-August-Universität Göttingen

Bildquelle: privat

Nominiert durch: Verband der Hochschullehrerinnen und Hochschullehrer für Betriebswirtschaft (VHB)

Aktuelle Position:

  • Inhaber der Professur für Management und Controlling an der Georg-August-Universität Göttingen

Forschungsschwerpunkte / Interessengebiete:

  • Ausgestaltung nachhaltiger Corporate Governance-Strukturen, z.B. Zusammensetzung von Aufsichtsratsgremien und Design von Vergütungssystemen
  • Instrumente der Unternehmenssteuerung und dem Management strategischer Transformationsprozesse, z.B. Einfluss der Nachhaltigkeit und der Digitalisierung auf die Unternehmensplanung

Lebenslauf:

  • Seit 2011 Inhaber der Professor für Management und Controlling an der Georg-August-Universität Göttingen; zuvor Inhaber des Lehrstuhls für Corporate Governance an Johannes-Gutenberg-Universität Mainz
  • Vorsitzender des Gesamtvorstands des Verbands der Hochschullehrerinnen und Hochschullehrer für Betriebswirtschaft (VHB) e.V. (seit 2025)
  • Mitglied im wissenschaftlichen Beirat der Hans-Böckler-Stiftung (seit 2021)
  • Mitglied in der Governance & Stewardship-Kommission der DFVA (seit 2021)

Ein kurzes Statement hinsichtlich Ihrer Motivation zur Kandidatur:

Ich kandidiere für den RatSWD, weil ich die Qualität und Nutzbarkeit von Forschungsdaten in Deutschland aktiv mitgestalten möchte. Mir ist wichtig, Dateninfrastrukturen und Forschungsdatenmanagement praxisnah weiterzuentwickeln – mit klaren Standards und vor allem verlässlichen Rahmenbedingungen für den Zugang. Im RatSWD möchte ich dazu beitragen, dass hochwertige Daten verantwortungsvoll und transparent bereitgestellt werden und so eine bessere Forschung ermöglichten – über Disziplinen hinweg. Dabei möchte ich meine vielfältigen Erfahrungen bei der Durchführung datenbasierter Projekte mit öffentlichen und privaten Institutionen einbringen.

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