Meet-the-Data @Flucht- und Migrationsforschung 2026/27
Die sechste Staffel der Veranstaltungsreihe behandelt Flucht- und Migrationsdaten

Die Veranstaltungsreihe wird in Zusammenarbeit mit dem Verbund Forschungsdaten Bildung organisiert.
Im Mittelpunkt der aktuellen Staffel stehen ausgewählte Datensätze und Studien zur Flucht-, Migrations- und Integrationsforschung sowie zu Diskriminierung, Rassismus und gesellschaftlichem Zusammenhalt in Deutschland.
Teilnahmeinfos
Jede Sitzung besteht aus einem Vortrag und einem moderierten Q&A-Teil.
Die Reihe startet am 15. Oktober 2026 und findet jeden 3. Donnerstag im Monat (Ausnahme Dezember), 13:15–14:00 Uhr, online per Teams statt.
Bitte melden Sie sich unter den einzelnen Präsentationen für die Sitzung(en) an, für die Sie sich interessieren. Ihre Anmeldung wird per E-Mail bestätigt. – Anmeldelinks folgen in Kürze –
Folien und Aufzeichnungen
Die Folien werden nach jeder Sitzung öffentlich zugänglich gemacht. Die entsprechenden Links finden Sie in den Beschreibungen der vergangenen Vorträge. Einige Vorträge werden zudem aufgezeichnet und im Nachgang zur Verfügung gestellt.
Programm Wintersemester 2026/27
15. Oktober 2026 | Flucht und Migration zwischen Anfeindung und Erfahrung – komplementäre Datenzugänge von DP-REX und Qualiservice
Vortragende:r: Pascal Siegers, Kati Mozygemba, Karolin Meyer | FDZ: DP-R|EX und Qualiservice
– Abstract und Link zur Anmeldung in Kürze –
19. November 2026 | Rassismus, Migration, Zusammenhalt – Das Datenangebot am DeZIM.fdz
Vortragende:r: Mirna El Masri, Almuth Lietz, Jörg Dollmann | FDZ: Forschungsdatenzentrum des Deutschen Zentrums für Integrations- und Migrationsforschung (DeZim.fdz)
Das Forschungsdatenzentrum des Deutschen Zentrums für Integrations- und Migrationsforschung (DeZIM.fdz) stellt der wissenschaftlichen Community Umfrage- und Forschungsdaten zu den Themen Integration, Migration, Diskriminierung und Rassismus zur Verfügung. Neben eigenen Erhebungen des DeZIM-Instituts archiviert und dokumentiert das DeZIM.fdz Datensätze aus den Instituten der DeZIM-Forschungsgemeinschaft. Darüber hinaus ist es grundsätzlich auch für die Aufnahme geeigneter Datensätze externer Forschungseinrichtungen offen. Auf diese Weise ermöglicht das DeZIM.fdz einen zentralen, standardisierten Zugang zu einem wachsenden Bestand sozialwissenschaftlicher Mikrodaten.
In diesem Beitrag stellen wir das Datenangebot und die Zugangswege des DeZIM.fdz vor und geben anhand ausgewählter Datensätze einen Einblick in das Analysepotenzial für die Integrations- und Migrationsforschung. Dazu zählen die Studie Racist Realities, eine telefonische Querschnittsbefragung zu Rassismus in Deutschland aus dem Jahr 2021, erhoben im Rahmen des Nationalen Diskriminierungs- und Rassismusmonitors (NaDiRa), sowie das DeZIM.panel, ein auf einer Zufallsstichprobe aus Einwohnermelderegistern basierendes Access-Panel mit Oversampling von Menschen mit Migrationsgeschichte, das seit Ende 2021 in 18 regulären Wellen sowie mehreren Kurzbefragungen erhoben wird. In das Panel integriert ist zudem MIND.set, ein Modul mit Implicit Association Tests zur Messung impliziter Einstellungen, das mit den Paneldaten verknüpft werden kann. Als Beispiel aus der DeZIM-Forschungsgemeinschaft wird zudem Friendship and Identity in School (erhoben am Mannheimer Zentrum für Europäische Sozialforschung, MZES) vorgestellt, eine längsschnittliche Netzwerkstudie zu Freundschaftsnetzwerken und ethnischer Identifikation Jugendlicher.
Der Link zur Anmeldung folgt in Kürze.
10. Dezember 2026 | Zwei Datensätze, ein Ziel: Fundierte Flucht- und Migrationsforschung
Vortragende:r: Dr. Gwendolin Blossfeld | FDZ: Forschungsdatenzentrum des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge (BAMF-FDZ)
Flucht- und Migrationsforschende stehen häufig vor der Herausforderung eine schwer erreichbare Gruppe untersuchen zu wollen. Hier können die Daten des Forschungsdatenzentrums des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge (BAMF-FDZ) unterstützen. In diesem Vortrag lernen Sie ausgewählte Datenprodukte des BAMF-FDZ kennen: (1) die administrativen Daten aus dem Ausländerzentralregister (AZR), den ‚AZR-Forschungsdatensatz‘ und (2) die Befragungsdaten der Studie ‚Muslimisches Leben in Deutschland‘ (MLD). Das Ausländerzentralregister umfasst alle ausländischen Personen, die sich länger als 3 Monate in Deutschland aufhalten und erlaubt Forschenden die innerdeutsche Mobilität dieser Personen zu analysieren. Der thematische Fokus liegt dabei auf aufenthalts- und asylrechtlichen Aspekten. Die MLD-Daten sind die einzig verlässliche Datenquelle, die fundierte Zahlen zur muslimischen Bevölkerung in Deutschland enthält. Ihr inhaltlicher Fokus liegt auf der Religiosität und dem religiösen Verhalten von Musliminnen und Muslimen, ermöglicht aber auch Analysen zu Diskriminierungserfahrungen und zur Haushaltszusammensetzung. Zusammen decken die Datensätze ein breites analytisches Spektrum ab – von administrativen Prozessdaten bis zu individuellen Einstellungen und Erfahrungen.
Der Link zur Anmeldung folgt in Kürze.
21. Januar 2027 | Flucht, Migration… und Zusammenhalt – Das Analysepotential des German Social Cohesion Panel (SCP)
Vortragende:r: Jean-Yves Gerlitz | FDZ: Forschungsdatenzentrum des Forschungsinstituts Gesellschaftlicher Zusammenhalt (FDZ-FGZ)
Nach einer kurzen Vorstellung des German Social Cohesion Panel (SCP) fokussiert der Vortrag auf im Datensatz enthaltene soziodemographische Indikatoren und Einstellungsmaße, die sich für die Bearbeitung von Fragestellungen rund um den Themenkomplex Flucht und Migration eignen.
Das SCP ist eine selbstadministrierte Längsschnittstudie im Mixed-Mode-Design (PAPI und CAWI), die gemeinsam vom Forschungsinstitut Gesellschaftlicher Zusammenhalt (FGZ) und dem Sozio-oekonomischen Panel (SOEP) durchgeführt wird. Ziel der Studie ist es, verschiedenste Aspekte des gesellschaftlichen Zusammenhalts in Deutschland sowie deren Veränderung über die Zeit zu erfassen. Die jährlichen Erhebungen, die erstmals im Jahr 2021 durchgeführt wurden, basieren auf einer repräsentativen Einwohnermeldestichprobe. Thematisch deckt das SCP Bereiche sozialer Ungleichheit, sozialen Konflikts und sozialer Kohäsion ab, verbunden mit einer ausführlichen Erfassung soziodemographischer Merkmale. Die Rekrutierungswelle enthält Informationen von mehr als 17.000 Personen, während an der fünften Welle noch fast 7.400 Personen teilnahmen.
Der Link zur Anmeldung folgt in Kürze.
18. Februar 2027 | ReGES – Paneldaten zu Bildungsverläufen geflüchteter Kinder und Jugendlicher
Vortragende:r: Daniel Fuß | FDZ: Forschungsdatenzentrum des Leibniz-Institut für Bildungsverläufe (FDZ-LIfBi)
Die Längsschnittstudie ReGES – Refugees in the German Educational System – ist eine der wichtigsten Datenquellen für die Untersuchung von Integrationsprozessen junger Geflüchteten in das deutsche Bildungssystem. Im Fokus stehen die frühkindliche Bildung, die besonders bedeutsam für den Erwerb von Deutschkenntnissen und den Beginn der Bildungskarriere ist, und der Übergang von der Sekundarstufe I in das Ausbildungssystem, welcher zentral für die mittel- und langfristige Integration in den Arbeitsmarkt ist. Beide Bildungsetappen sind durch jeweils eine Alterskohorte in der Studie repräsentiert:
- Kohorte 1: Kinder im Alter von mindestens 4 Jahren, die zum Zeitpunkt der ersten Panelwelle noch nicht zur Schule gingen (Informationen stammen hauptsächlich von den Eltern)
- Kohorte 2: Jugendliche im Alter von 14 bis 16 Jahren, die zum Zeitpunkt der ersten Panelwelle eine allgemeine Sekundarstufe I besuchten (mit Ausnahme von Förderschulen)
In die Stichprobe gelangten nur Personen, die nach dem Januar 2014 in ausgewählte Gemeinden in fünf Bundesländern (BY, HH, NW, RP, SN) zugewandert sind und entweder die Staatsangehörigkeit einer der wesentlichen Flüchtlingsgruppen (Afghanistan, Syrien, Iran etc.) besaßen oder als staatenlose Personen galten. Außerdem wurden nur legal in Deutschland lebende Personen berücksichtigt, die sich seit mindestens drei Monaten im Land aufhielten. Pro Kohorte konnten ca. 2.400 Befragungspersonen rekrutiert werden. Diese Zielpersonen wurden seit 2017 über neun Wellen hinweg mit Befragungen und Testungen (insb. Sprachkompetenzen) begleitet. Zudem beinhaltet das Datenangebot neben Auskünften relevanter Kontextpersonen (insb. Eltern, Lehrkräfte, Fachkräfte und Ehrenamtliche) auch strukturelle Regionalindikatoren.
Die aufbereiteten und dokumentierten ReGES-Daten stehen kostenfrei als Scientific-Use-File für Forschungszwecke zur Verfügung. Voraussetzung für den Zugang ist der Abschluss eines Datennutzungsvertrags mit dem Forschungsdatenzentrum des Leibniz-Instituts für Bildungsverläufe (FDZ-LIfBi).
Der Link zur Anmeldung folgt in Kürze.
Weitere Informationen
Hier finden Sie weitere Informationen zur Veranstaltungsreihe Meet-the-Data sowie eine Übersicht über bisherige Staffeln (1-5).