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RatSWD Newsletter 02/2026

Mai 2026

Bald beginnt unsere 10. Konferenz für Sozial- und Wirtschaftsdaten (10|KSWD) – jetzt anmelden und am 22./23. Juni 2026 in Berlin mit dabei sein!

Was uns auf der 10|KSWD erwartet: Programmhighlights
In wenigen Wochen findet in Berlin die Jubiläumsausgabe unserer KSWD unter dem Motto „Data4Society“ statt. Gemeinsam wollen wir Perspektiven für einen verantwortungsvollen Umgang mit sensiblen Daten diskutieren und dabei neben nationalen Herausforderungen auch den europäischen und internationalen Datenaustausch in den Blick nehmen. Zu den besonderen Höhepunkten des vielfältigen Veranstaltungsprogramms zählen das Politische Forum mit den Bundestagsabgeordneten Stephan Albani (CDU) und Dr. Andrea Lübcke (Bündnis 90/Die Grünen) sowie die RatSWD (Ehren-)Lecture „Amtliche Statistik unter Druck“ von Prof. Dr. Walter Radermacher, ehemaliger Präsident des Statistischen Bundesamtes und ehemaliger Generaldirektor von Eurostat. Als Laudatorin konnten wir die Präsidentin des Statistischen Bundesamtes, Dr. Ruth Brand, gewinnen. Das Programm umfasst darüber hinaus weitere Keynotes und eine Podiumsdiskussion zur Entwicklung der Forschungsdateninfrastruktur in Deutschland und Europa. Abgerundet wird es durch zahlreiche Parallelsessions und interaktive Formate.

Einige Plätze sind noch frei – wir freuen uns über Ihre Anmeldung über Conftool. Die Teilnahme an der Konferenz ist kostenlos.

News

Aktuelles zum Forschungsdatengesetz
Im Gastbeitrag „Lasst uns unsere Daten nutzen!“ in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung vom 1. April 2026 plädieren Prof. Dr. Kerstin Schneider, Vorsitzende des RatSWD, und Prof. Dr. Dr. h.c. Christoph M. Schmidt, Präsident des RWI – Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung in Essen und designierter Präsident der Leibniz-Gemeinschaft, dafür, administrative Daten stärker für Forschung und evidenzbasierte Politik nutzbar zu machen. Auch im Podcast „Tonspur Wissen“ von Rheinischer Post und Leibniz-Gemeinschaft vom 9. April 2026 sprechen Schneider, Schmidt sowie Prof. Regina T. Riphahn, Ph.D. unter der Leitfrage „Wozu brauchen wir ein Forschungsdatengesetz?“ darüber, wer von einem Forschungsdatengesetz profitiert und weshalb es so wichtig ist. Bereits im Februar hatte der RatSWD unter breiter Mitzeichnung von diversen Fachgesellschaften und NFDI-Konsortien zum Referentenentwurf des Forschungsdatengesetz Stellung genommen. Inzwischen hat das BMFTR alle im Rahmen der Verbändebeteiligung eingegangenen Stellungnahmen veröffentlicht.
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RatSWD Working Paper veröffentlicht: Krisen- und katastrophenbezogene Inhalte in Bevölkerungsumfragen
Das Working Paper „Krisen- und katastrophenbezogene Inhalte in sozialwissenschaftlichen Bevölkerungsumfragen“ fragt danach, wie Forschungsdaten besser genutzt werden können, um in Krisen-, Katastrophen- und Bedrohungssituationen evidenzbasiertes Handeln zu unterstützen. Die Studie analysiert Bevölkerungs- und Unternehmensumfragen, um relevante thematische Lücken zu identifizieren und den Erweiterungsbedarf der sozialwissenschaftlichen Forschungsdateninfrastruktur abzuleiten. Erarbeitet wurde die Publikation von Andrés Saravia (Freie Universität Berlin/WZB, RatSWD Geschäftsstelle), Prof. Dr. Stefan Liebig (Freie Universität Berlin, Gast im RatSWD) und Prof. Dr. Fridtjof Nussbeck (Universität Konstanz, RatSWD-Mitglied). Sie ist im Rahmen des an der FU Berlin und dem WZB angesiedelten KonsortSWD-Projekts „Vulnerabilität, Preparedness und Resilienz in Krisen“ mit Unterstützung der RatSWD-AG „Dateninfrastrukturen für Krisen” und Expert:innen aus Wissenschaft und Praxis entstanden.

Der RatSWD politisch aktiv: Aktuelle Stellungnahmen und Positionspapiere
Am 26. Mai 2026 hat der RatSWD hat das Positionspapier „Innovative Forschung und Politikberatung mit Unternehmensdaten: Potentiale, Hindernisse und Empfehlungen“ veröffentlicht, das in Zusammenarbeit der RatSWD-AG Unternehmensdaten und des KonsortSWD-Projekts „Zugang zu Firmendaten für die Wirtschaftswissenschaften“ erarbeitet wurde. Zudem veröffentlichte der RatSWD eine Stellungnahme zum Referentenentwurf eines Unternehmensstatistikreformgesetzes. Ebenso hat der RatSWD ausführlich Stellung zum Referentenentwurf eines Gesetzes für Daten und digitale Innovation im Gesundheitswesen (GeDIG) genommen, da Gesundheitsdaten nicht nur für die medizinische und pharmazeutische Forschung, sondern auch für die empirischen Sozial-, Verhaltens-, Bildungs- und Wirtschaftswissenschaften von großer Bedeutung sind – insbesondere mit Blick auf ihre systematische und bereichsübergreifende Verknüpfbarkeit. In Kürze wird ein RatSWD-Positionspapier zum besseren Zugang zu und zur Integration von Gesundheitsdaten in eine umfassende Forschungsdateninfrastruktur erscheinen.

Kurzbericht: 34. Sitzung des FDI Ausschusses
Im Fokus der 34. Sitzung des Ständigen Ausschusses Forschungsdateninfrastruktur (FDI Ausschuss), die am 23. und 24. April 2026 virtuell stattfand, standen die Themen Reproduzierbarkeit von Forschungsergebnissen und Künstliche Intelligenz im Kontext sensibler Forschungsdaten. Zusätzlich zu den Schwerpunktthemen mit internationalen Gastbeiträgen beschlossen die Mitglieder, die GLEN Studie – das deutsche Umweltpanel als ständigen Gast in den Ausschuss aufzunehmen. Mit ihrer Expertise in der Erhebung und Bereitstellung von Paneldaten wird GLEN die Arbeit des FDI Ausschusses künftig bereichern. Zudem bereiteten sich die Forschungsdatenzentren (FDZ) auf die 10|KSWD am 22./23. Juni in Berlin vor (s.o.). Dort können Teilnehmende am gemeinsamen FDZ-Stand Informationsmaterialien zum Datenangebot erhalten und bei „Meet-the-FDZ“ direkt mit Vertreter:innen der Forschungsdatenzentren ins Gespräch kommen.
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Neues aus KonsortSWD – NFDI4Society

NFDI Success Stories
Wie tragen Dienste aus der NFDI dazu bei, die Arbeit mit Forschungsdaten einfacher und besser zu machen? Die NFDI präsentiert solche Success Stories der 26 Konsortien nach einer Überarbeitung nun neu. KonsortSWD – NFDI4Society stellt dabei die Gewinne durch das Forum4MICA und QualidataNet vor. Das Forum4MICA ermöglicht den Austausch zwischen Forschenden als Datennutzenden und den FDZ als Datenanbietern. QualidataNet ist der durch die NFDI neu geschaffene zentrale Zugangspunkt für die Nachnutzung, das Forschungsdatenmanagement (FDM) und die Archivierung qualitativer Forschungsdaten – für Forschende, Lehrende und Institutionen. Darüber hinaus wird KonsortSWD in den kommenden Monaten weitere Erfolgsgeschichten auf konsortswd.de teilen.

Wir freuen uns auch über Berichte von Ihnen als Leser:innen dieses Newsletters zu Ihren Erfahrungen mit Diensten im Bereich Forschungsdatenmanagement.

Integration des Suchportals von QualidataNet in neues Lehrbuch
Das Suchportal von QualidataNet wurde in einem neuen Lehrbuch für die Didaktik der Lehre qualitativer Daten in einer Lehrübung integriert, die das Suchportal von QualidataNet als zentralen Baustein nutzt – und damit die Kooperation zwischen Lehre und Forschungsdateninfrastruktur in die Praxis umsetzt. In der Übung lernen Studierende zentrale Aspekte der Sekundärnutzung qualitativer Daten anhand des Suchportals QualidataNet. Themen der Nachnutzung waren in der Lehre qualitativer Methoden bisher wenig präsent und wir freuen uns, dass QualidataNet hier eine Pionierrolle einnimmt.
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Zertifizierung des DDI Metadatenstandards durch die ISO
Die International Organization for Standardization (ISO) hat am 6. März 2026 den Metadaten-Standard der Data Documentation Initiative (DDI) zertifiziert. Die Zertifizierung ist ein Meilenstein in Richtung der Verwirklichung der FAIR-Prinzipien. Sie vereinfacht aber vor allem die Arbeit mit Datensätzen erheblich, da Daten leichter auffindbar und interpretierbar werden.
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Große Sprachmodelle (LLMs) im wissenschaftlichen Publizieren: Workshop fordert Leitfaden für Richtlinien
Ebenfalls im März 2026 fand der eintägige Workshop „Do They Really Guide? Guidelines for the Use of LLMs in Scholarly Publishing” am GESIS – Leibniz-Institut für Sozialwissenschaften in Mannheim statt. Teilnehmende aus dem Verlagswesen, Forschende und Rechtsexpert:innen diskutierten in unterschiedlichen Formaten die politischen und praktischen Herausforderungen beim Einsatz von Large Language Models (LLMs) im wissenschaftlichen Publizieren. Die Veranstaltung fand im NFDI-Verbund und gemeinsam mit den Konsortien NFDI-MatWerk, KonsortSWD – NFDI4Society, NFDI4DS, Text+, NFDI4Earth und NFDI4Chem statt.
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Pressespiegel

Wie Konzerne Forschung zu Social Media behindern
30.04.2026, Deutschlandfunk
Zum Medienbeitrag

KonsortSWD – NFDI4Society und RatSWD in der nationalen und internationalen Presse.

Publikationen

Data Science Journal (DSJ)
Publishing Fine-Grained Standardized Metadata: Lessons Learned from Three Research Data Centers
Wenzig, K., Daniel, A., Hansen, D., Koberg, T., Tudose, M.
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Veranstaltungshinweise

Meet-the-data@Bildungsdaten
Die Studierendenbefragung in Deutschland: Eine bundesweite Datengrundlage zur Erforschung der sozialen und wirtschaftlichen Situation von Studierenden
18. Juni 2026, 13:15 Uhr, online
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16. Wissenschaftliche Tagung des ADM, der ASI und des Statistischen Bundesamtes
25.–26. Juni 2026, Wiesbaden
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Workshop: Forschungsdatenmanagement und Open Science in den quantitativen Sozialwissenschaften 
28.–30. Juli 2026, 09:00–13:00 Uhr, online
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18th European DDI Users Conference 
30. November–4. Dezember 2026
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11th International NEPS Conference 
10.–11. Dezember 2026, Bamberg
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