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23
Juni
2026

Besserer Zugang zu Forschungsdaten essenziell für Wissenschaftsstandort Deutschland

Mit klaren Signalen an politische Entscheidungsträger für bessere Nutzungsmöglichkeiten von Forschungsdaten hat die 10. Konferenz für Sozial- und Wirtschaftsdaten (10|KSWD) am Montag, 22. Juni 2026, in Berlin begonnen. Das geplante Forschungsdatengesetz der Bundesregierung prägte den ersten Konferenztag. Unter dem Motto „Data4Society“ diskutieren Forschende mit Vertreter:innen aus Politik, Datenproduktion und Verwaltung zwei Tage lang über eine leistungsfähige, sichere Forschungsdateninfrastruktur.

„Forschungsdateninfrastrukturen sind ein strategischer Bestandteil unseres Wissenschaftssystems und ein zentraler Eckpfeiler unserer Demokratie“, machte die Parlamentarische Staatssekretärin Dr. Silke Launert (BMFTR) bei der Eröffnung der 10|KSWD deutlich.

Ein Höhepunkt des ersten Konferenztages war das Politische Forum. Dabei diskutierten Stephan Albani, MdB (CDU), Dr. Andrea Lübcke, MdB (Bündnis 90/Die Grünen), Prof. Dr. Kerstin Schneider (Vorsitzende des RatSWD) und Prof. Dr. Walter J. Radermacher (ehemaliger Generaldirektor des Statistischen Amtes der Europäischen Union) über die zentralen Weichen der Forschungs- und Datenpolitik für die Zukunft des Wissenschaftsstandorts Deutschland. Hierfür ist der breite Zugang zu Forschungsdaten und deren Verknüpfbarkeit unverzichtbar. Das von der Bundesregierung geplante Forschungsdatengesetz soll dies ermöglichen. Kerstin Schneider betonte: Wir brauchen das Forschungsdatengesetz für die Leistungsfähigkeit des Wissenschaftsstandorts Deutschland und für unsere Innovationskraft und damit für die wirtschaftliche und gesellschaftliche Entwicklung unseres Landes.“

Unterstrichen wurde die tragende Bedeutung der Dateninfrastruktur inkl. der amtlichen Statistik für die Gesellschaft. Data4Society bedeutet, der Gesellschaft Orientierung zu bieten. Gerade in diesen Zeiten, in denen gesellschaftliche Spannungen und Vertrauensfragen die Bedeutung verlässlicher Daten besonders deutlich machen, ist dieser Anspruch zentral, so Prof. Dr. Christof Wolf, Sprecher von KonsortSWD.

Hintergrund: Zur 10. Konferenz für Sozial- und Wirtschaftsdaten kommen am 22. und 23. Juni 200 Teilnehmende im Langenbeck-Virchow-Haus auf dem Charité-Gelände im Herzen Berlins zusammen. Die Konferenz diskutiert, wie die Forschungsdateninfrastruktur in Deutschland besser werden kann und nimmt dabei auch die europäische Ebene in den Blick. Organisiert wird die Konferenz gemeinsam vom Rat für Sozial- und Wirtschaftsdaten (RatSWD) und KonsortSWD – NFDI4Society, dem sozialwissenschaftlichen NFDI-Konsortium.

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Der RatSWD vernetzt Wissenschaft und datenhaltende Einrichtungen, um verlässliche Rahmenbedingungen für den Zugang zu hochwertigen Forschungsdaten zu schaffen und damit die empirische Forschung als Grundlage evidenzbasierter Politik zu stärken.

Als Teil der Nationalen Forschungsdateninfrastruktur (NFDI) entwickeln KonsortSWD – NFDI4Society und der RatSWD die Infrastruktur für Forschungsdaten in den Sozial-, Verhaltens-, Bildungs- und Wirtschaftswissenschaften.

Pressefotos

Fotos: Heidi Scherm / KonsortSWD

Politisches Forum 10. KSWD
Austausch beim Politischen Forum auf der 10. Konferenz für Sozial- und Wirtschaftsdaten: Diskussion über das Forschungsdatengesetz (v. l. n. r.: Jan-Martin Wiarda (Moderation), Stephan Albani, Andrea Lübcke, Kerstin Schneider, Walter Radermacher). Foto: Heidi Scherm / KonsortSWD
10. KSWD Teilnehmende des Politischen Forums
Die Teilnehmenden des Politischen Forums auf der 10. Konferenz für Sozial- und Wirtschaftsdaten  (v. l. n. r.: Jan-Martin Wiarda (Moderation), Stephan Albani, Andrea Lübcke, Kerstin Schneider, Walter Radermacher). Foto: Heidi Scherm / KonsortSWD