Ein Remote-Desktop-Zugang zu amtlichen Mikrodaten in Deutschland
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ABSTRACT
Die Nutzung amtlicher Mikrodaten ist eine wichtige Quelle der empirischen Forschung in den Sozial- und Wirtschaftswissenschaften. Der hohe Informationsgehalt der Daten geht jedoch mit klar definierten Anforderungen an Datenschutz und IT-Sicherheit beim Zugang einher. Die Forschungsdatenzentren (FDZen) der amtlichen Statistik und der Bundesagentur für Arbeit (BA) fungieren als intermediäre Institutionen, die den Zugang zu diesen sensiblen Daten unter Wahrung rechtlicher und technischer Schutzmechanismen ermöglichen. Während stark anonymisierte Daten einfacher zugänglich sind, erfordern detailreiche Datenprodukte bisweilen die physische Präsenz an abgesicherten Standorten.
Vor dem Hintergrund steigender Flexibilitäts- und Effizienzanforderungen der Wissenschaft rückt der Remote-Desktop-Zugang als innovative Lösung in den Fokus. Das vorliegende
Working Paper zeigt den Umsetzungsweg von zwei FDZen, die unter komplexen regulatorischen Rahmenbedingungen tragfähige Remote-Zugänge entwickelt haben, die eine datenschutzkonforme Nutzung amtlicher Mikrodaten erlaubt. Die Fallbeispiele zeigen, dass technische Machbarkeit und rechtliche Konformität nicht in einem Widerspruch stehen, jedoch individuelle Anpassungen und institutionelle Lernprozesse erfordern. Die Ergebnisse liefern Impulse für eine Weiterentwicklung der Dateninfrastruktur und eröffnen Anschlussperspektiven für eine breitere Etablierung digitaler Zugangswege zu sensiblen Forschungsdaten.
Keywords: Remote-Desktop, amtliche Mikrodaten, Forschungsdatenzentrum, Forschungsdaten, Datenzugang, Anonymisierung
