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Forschungsethik

Handlungsempfehlungen für die Einhaltung ethischer Grundsätze bei empirischer Forschung.

Durch Forschung kann Einzelnen (einschließlich den Forschenden selbst), Gruppen oder ganzen Gesellschaften Schaden zugefügt werden. Ziel forschungsethischer Normen und Regelungen ist die Anleitung zu einem Forschungshandeln, das solche Schädigungen möglichst vermeidet und gleichzeitig Forschungsfreiheit gewährleistet. Im Zentrum stehen Reflexionen der Prinzipien und Werte, die das Forschungshandeln und das Verhältnis von Forschenden und Forschungsteilnehmenden leiten.

In den Sozial- und Wirtschaftswissenschaften werden forschungsethische Belange zunehmend thematisiert und Forschende werden aufgefordert, eine ethische Unbedenklichkeitsbescheinigung („ethical approval“) vorzulegen, z.B. um europäische oder internationale Fördermittel einzuwerben oder in Fachzeitschriften zu veröffentlichen. Um die fachweite und fächerübergreifende Verständigung zu fördern, hat der RatSWD im Rahmen eines breiten Konsultationsprozesses ein Gesamtkonzept für forschungsethische Grundsätze und Prüfverfahren in den Sozial- und Wirtschaftswissenschaften vorgelegt.

Überblick zu den Aktivitäten, Ressourcen und Arbeitsergebnissen des RatSWD zum Thema Forschungsethik:

Übersicht lokaler Ethikkommissionen

Eine regelmäßig aktualisierte Übersicht der Landschaft lokaler Ethikkommissionen in den Sozial- und Wirtschaftswissenschaften in Deutschland

Empfehlungen des RatSWD

Lehr- und Übungsmaterialien für die akademische Lehre
Grundlagen der Forschungsethik in den Sozial- und Wirtschaftswissenschaften

RatSWD Output Paper 9
Forschungsethische Grundsätze und Prüfverfahren in den Sozial- und Wirtschaftswissenschaften

Principles and Review Procedures
Die Executive Summary der Empfehlungen des RatSWD für forschungsethische Grundsätze und Prüfverfahren in den Sozial- und Wirtschaftswissenschaften auf Englisch.

Pressemitteilung
Forschungsethische Diskurse institutionalisieren – Empfehlungen des RatSWD (11.07.2017)

Forum Forschungsethik auf der 7|KSWD

Das Forum Forschungsethik der 7. Konferenz für Sozial- und Wirtschaftsdaten (7|KSWD) im Februar 2017 setzte sich unter der Leitung von Prof. Dr. Hella von Unger mit forschungsethischen Grundsätzen und Infrastrukturen in den Sozial- und Wirtschaftswissenschaften auseinander.

Arbeitsgruppe (2014-2017)

Die Arbeitsgruppe (AG) Forschungsethik des RatSWD verfolgte das Ziel eine fachweite und fächerübergreifende Verständigung über forschungsethische Grundsätze und Prüfverfahren in den deutschsprachigen Sozial- und Wirtschaftswissenschaften anzustoßen. Hierfür hat sie Empfehlungen zur Herausbildung einer neuen Infrastruktur erarbeitet.

Beiträge in der RatSWD Working Paper Series zum Thema Forschungsethik

Working Paper #269/2019
Gert G. Wagner: „Eine ‚Ethik der Politikberatung‘ gehört zur Forschungsethik“

Working Paper #265/2017
Gert G. Wagner: „Anmerkungen zu den vielfältigen Dimensionen einer Forschungsethik in den Sozial-, Verhaltens- und Sozialwissenschaften“

Working Paper #259/2017
Hella von Unger, Hansjörg Dilger & Michael Schönhuth: „Ethikbegutachtung in der sozial- und kulturwissenschaftlichen Forschung? Ein Debattenbeitrag aus soziologischer und ethnologischer Sicht“

Working Paper #255/2016
Eckard Kämper: „Risiken sozialwissenschaftlicher Forschung? Forschungsethik, Datenschutz und Schutz von Persönlichkeitsrechten in den Sozial- und Verhaltenswissenschaften“

Working Paper #253/2016
Hella von Unger und Dagmar Simon: „Ethikkommissionen in den Sozialwissenschaften ‒ Historische Entwicklungen und internationale Kontroversen“

Kontakt

Dr. Katrin Schaar

RatSWD Geschäftsstelle
Wissenschaftliche Referentin